Pardot zu Marketing Cloud Next: was mitkommt
Von Pardot zu Marketing Cloud Next: die Einrichtung, was du kopierst, was du neu baust und was parallel in Pardot weiterläuft, Schritt für Schritt.
Der Weg von Account Engagement (Pardot) zu Marketing Cloud Next heißt meist: beide Apps laufen nebeneinander. Du schaltest Marketing Cloud Next in derselben Salesforce-Org ein, verbindest Pardot-Daten über Data 360 (ehemals Data Cloud), gleichst Einwilligungen ab, kopierst einfache Assets und baust alles mit Logik neu. Pardot behält Scoring und Grading und führt seine Programme weiter, bis ein Flow sie übernimmt.
- Im empfohlenen Modell von Salesforce laufen Pardot und Marketing Cloud Next nebeneinander, Pardot behält Scoring und Grading; nichts muss auf einmal umziehen.
- Die meisten Pardot-Lizenzen enthalten Marketing Cloud Next, Data 360, Messaging und KI kosten aber Credits, auch die Übernahme von Pardot-Aktivitäten.
- Einfache E-Mails und Landingpages lassen sich kopieren; Formulare, Listen, Automationen, Tracking und die Absenderdomain werden neu gebaut.
- Manche Entscheidungen sind endgültig, etwa Connected Campaigns, Business Units und gelöschte Subscriptions; halte dich deshalb an die aktuelle Einrichtungsreihenfolge von Salesforce.
- Starte mit einem Pilot auf einer Subscription und bewirb nie dieselben Personen gleichzeitig aus beiden Apps.
Musst du alles von Pardot zu Marketing Cloud Next umziehen?
Nein. Der Einrichtungsleitfaden von Salesforce für Account Engagement+ beschreibt ein Modell, in dem beide Apps zusammenarbeiten, und auf den B2B-Seiten schreibt Salesforce, dass keine Migration nötig ist. Du entscheidest für jeden Prozess, wo er läuft.
Seit Winter '26 empfiehlt der Leitfaden diese Aufteilung: Salesforce CRM hält die Personen (Prospects, Leads und Kontakte), Data 360 liest beide Quellen als zusammenführende Ebene, die E-Mail-Einwilligungen lassen sich zwischen beiden Apps abgleichen, und das Scoring bleibt, wo es ist:
„Account Engagement is your source for scoring and grading information.“
Wenn du noch prüfst, ob du überhaupt wechseln willst, lies zuerst wie sich Pardot und Marketing Cloud Next bei Funktionen, Daten und Kosten unterscheiden. Soll jemand das Projekt für dich planen und umsetzen, deckt unsere Migration von Pardot zu Marketing Cloud Next Bestandsaufnahme, Neubau und Go-live ab.
Was brauchst du, bevor du anfängst?
Du brauchst eine Lizenz für Marketing Cloud Next, Data 360 und die passende Salesforce-Edition; die Lizenz haben die meisten Pardot-Kunden schon.
- Lizenz: Pardot Growth enthält die Growth Edition von Marketing Cloud Next, Plus, Advanced und Premium enthalten die Advanced Edition (Salesforce nennt das Account Engagement+). Bedingung ist Sales Cloud oder Service Cloud ab Enterprise Edition. Editionen mit der Endung „-LP“ enthalten den Zugang nicht.
- Salesforce-Edition und Oberfläche: Marketing Cloud Next setzt Salesforce Enterprise oder Unlimited Edition voraus und läuft nur in Lightning Experience.
- Data 360: Voraussetzung. Salesforce Foundations bringt Data 360 kostenlos mit; die Hilfeseite „Prerequisites for Using Data 360“ bittet Pardot-Kunden außerdem, sich für den Zugang an ihren Account Executive zu wenden.
- Credits: Die Nutzung kostet extra. Laut Preisseite müssen Pardot-Kunden Einstein Request Credits, Messaging Credits und Data 360 Credits kaufen.
- Menschen: Salesforce empfiehlt, vor dem Start vier Rollen zu besetzen: Data Manager, Marketing Admin, Salesforce Admin und Compliance Lead. Wer die Einrichtung macht, braucht die Permission Sets Marketing Cloud Admin und Data Cloud Architect.
Unser Readiness Check für Marketing Cloud Next prüft Lizenz, Data 360 und Einwilligungen, bevor du Budget freigibst.
In welcher Reihenfolge richtet Salesforce Marketing Cloud Next für Pardot ein?
Der Leitfaden „Guide: Set Up Account Engagement+“ nennt sechs Phasen und betont, dass die Reihenfolge zählt: „it's important to tackle configuration tasks in a specific order.“
- Planung und Strategie: Rollen, die führende Quelle je Funktion, die Einstellung Data Protection and Privacy (Voraussetzung für die Einwilligungs-Tools), User Sync und das Permission Set des Connector-Users.
- Die neuen Werkzeuge einrichten: Marketing Cloud Next aktivieren und den Data Space wählen (den Bereich von Data 360, in dem das Marketing arbeitet), die Marketing Data Kits ausrollen (fertige Pakete aus Data Streams und Mappings), eine Absenderdomain authentifizieren, eine Tracker-Domain in Pardot verifizieren, Salesforce CMS einrichten, die E-Mail-Präferenzseite prüfen, das Aufwärmen der Domain planen.
- Data 360 verbinden: den Salesforce-v2-Connector in Pardot, den Data-360-Connector, die Pardot Data Kits (E-Mail-Aktivität, Formulare, Landingpages, Prospects) und das Mapping auf das Objekt Individual.
- Daten auflösen und harmonisieren: ein Identity-Resolution-Ruleset, das festlegt, welche Datensätze zu einer Person gehören, und mindestens ein Data Graph.
- Einwilligungen abgleichen: Consent Matching, eine schriftliche Notiz deiner Einstellungen, Importe von Einwilligungen.
- Marketing-Einstellungen und Assets: Web-Tracking, Copy to CMS, neue Formulare, Marketing-Performance-Dashboards.
Ältere Unterlagen von Salesforce, etwa der Einstiegsleitfaden für Account-Engagement+-Kunden, verbinden Pardot mit Data 360, bevor Marketing Cloud Next eingeschaltet wird. Wir folgen dem aktuellen Leitfaden in der Salesforce-Hilfe.
Zwei Warnungen im selben Leitfaden prägen den Plan. Die erste: Manche Einstellungen lassen sich nicht oder nur sehr schwer zurücknehmen.
„Certain settings and decisions that you make during configuration are irreversible or very difficult to change.“
Die zweite: Salesforce rät, noch nicht mehrere Business Units einzurichten.
Was kannst du von Pardot zu Marketing Cloud Next kopieren?
Listen-E-Mails, Bilder, Dateien und Landingpages kopierst du mit Copy to CMS; Formulare baust du laut Einrichtungsleitfaden neu. Die Hilfeseite zu Copy to CMS zählt Formulare noch zu den kopierbaren Assets; wir folgen dem Einrichtungsleitfaden.
Einfache Assets mit schlichtem HTML lassen sich am besten kopieren. Assets mit eigenem CSS, eingebetteten Bildern oder Merge Fields baust du laut Salesforce besser neu:
„It's recommended to rebuild marketing assets with custom CSS, embedded images, or merge fields“
- Landingpages: Ein Formular auf der Seite wird nicht mit der Landingpage kopiert.
- Ordnerrechte: Sie gehen nicht in den CMS-Workspace über, du vergibst die Zugriffe neu.
- Formulare: Laut Leitfaden werden Formulare nicht mit den anderen Assets kopiert und müssen neu gebaut werden. Salesforce schlägt vor, die neuen Werkzeuge an einem deiner wichtigsten Lead-Formulare zu üben.
- Einrichtung je Business Unit: Copy to CMS schaltest du je Pardot Business Unit ein; die Funktion legt einen eigenen CMS-Workspace an, dessen Namen du laut Salesforce nicht ändern sollst. Nur Dateien mit der Markierung CMS Compatible kommen mit.
- Merge Fields: Pardot-Merge-Fields erscheinen zwar im E-Mail-Builder von Marketing Cloud Next, funktionieren laut Salesforce aber nicht in E-Mails, die Marketing Cloud Next versendet. Ersetze sie vor dem ersten Versand.
- Nur in eine Richtung: E-Mails, die du in Marketing Cloud Next baust, kannst du in Account Engagement nicht verwenden.
Nach jedem Kopieren sollst du laut Salesforce die neuen Versionen prüfen und Formatierungsfehler korrigieren.
Welche Pardot-Daten werden verbunden statt umgezogen?
Deine Personen bleiben in Salesforce: Marketing Cloud Next arbeitet mit denselben Leads und Kontakten. Pardot-Felder und -Aktivitäten kommen über Connectoren in Data 360 an.
Prospect-Felder
Prospect-Daten aus Pardot kommen über den synchronisierten Lead oder Kontakt in Data 360 an: Du gibst dem Permission Set Data Cloud Salesforce Connector Lesezugriff auf die Pardot-Felder, die mit pi_ beginnen, und nimmst sie in die Data Streams für Leads und Kontakte auf. Die Übernahme über den Salesforce-CRM-Connector ist seit dem 7. August 2025 in Data 360 enthalten und verbraucht keine Credits.
Engagement-Historie
E-Mail-Aktivität sowie Aktivitäten auf Formularen und Landingpages kommen über den Data-360-Connector für Account Engagement. Die Asset-Datensätze selbst (Formulare, Links, Landingpages, Listen-E-Mails) kommen über das Data Bundle „Marketing - Account Engagement CRM“ des Salesforce CRM Connectors. Drei Bedingungen entscheiden, welche Aktivitäten ankommen:
- Der Prospect muss bereits mit einem Lead, Kontakt oder Personenaccount in Salesforce synchronisiert sein. Aktivitäten nicht synchronisierter Prospects werden nicht übernommen, ebenso wenig Operational E-Mails und Aufrufe der Präferenzseite.
- Das Asset braucht eine Connected Campaign, die mit Salesforce synchronisiert.
- Die Aktivität muss nach dem Rückblickdatum liegen, das bis zu zwei Jahre vor dem heutigen Tag liegen darf.
Jede Übernahme verbraucht Data 360 Credits, abhängig von der Zahl der Aktivitäten, und die erste kann laut Salesforce Tage oder Wochen dauern. Danach prüft Data 360 stündlich auf neue Aktivitäten. Willst du übernommene Daten entfernen, pausierst du den Connector und entfernst den Data Stream; ein geändertes Rückblickdatum löscht nichts.
Die Daten fließen auch zurück. Ein veröffentlichtes Segment aus dem Standard-Data-Space kann eine dynamische Liste in Pardot füllen: eine begrenzte Zahl Listen pro Business Unit (die Quellen von Salesforce nennen unterschiedliche Höchstwerte) und bis zu eine Million Prospects pro Liste. Dafür brauchst du ein eigenes Feld, Account Engagement Integration ID, gemappt aus der Kontakt-ID. Die erste Befüllung dauert bis zu 3 Stunden.
Identity Resolution
Data 360 führt Leads und Kontakte derselben Person zu einem Unified Individual zusammen. Das von Salesforce erzeugte Ruleset für Marketing Cloud Next nutzt die Match Rules Normalized Email, Lead to Contact und Device to Known; Salesforce empfiehlt je ein aktives Ruleset für die Objekte Individual und Account.
Für B2B zählt ein Detail: Identity Resolution übernimmt die jüngste Änderung, auch wenn sie aus einer Quelle mit niedrigerer Priorität stammt. Salesforce empfiehlt, Zusammenführungen bei wichtigen Accounts von Hand zu prüfen.
Was baust du in Marketing Cloud Next neu?
Alles mit Logik: Listen, Automationen, Formulare, Tracking, Versand-Setup und Attribution. Die Tabelle stellt jedem Pardot-Baustein die Funktion in Marketing Cloud Next gegenüber, die seine Aufgabe übernimmt; die Fakten in jeder Zeile stammen von Salesforce.
| In Pardot | In Marketing Cloud Next | Was du wissen musst |
|---|---|---|
| Dynamische Listen | Segmente in Data 360 | Laut Salesforce einer dynamischen Liste ähnlich; Standard-Aktualisierung alle 12 oder 24 Stunden, Rapid alle 1 oder 4 Stunden auf Daten einer Woche |
| Statische Listen | Actionable Lists | Eine Liste enthält Leads oder Kontakte, nie beides |
| Engagement-Studio-Programme, Automation Rules, Completion Actions | Flows | Ein Flow kann zusammenfassen, was Regeln und Programme getrennt erledigt haben; Salesforce dokumentiert keinen Konverter |
| Formulare | Neue Formulare in der Marketing-App | Laut Einrichtungsleitfaden neu zu bauen |
| Pardot-Tracking-Code | Neues Tracking-Skript über Site Connectors | Web-Tracking in Pardot abschalten, damit keine doppelten Daten entstehen |
| Absenderdomain (TXT-Einträge) | Delegierte Subdomain für Unified Messaging | DKIM ist Pflicht; Aufwärmplan; DNS-Änderungen brauchen bis zu 48 Stunden |
| Tracker-Domain (CNAME) | Tracking-Domain für E-Mail-Links, eingerichtet in Unified Messaging | Standardmäßig die Domain von Salesforce, alternativ eine eigene; der Einrichtungsleitfaden lässt dich weiterhin eine Tracker-Domain in Pardot verifizieren |
| Feld Opted Out und öffentliche Listen | Communication Subscriptions je Kanal (eine Subscription ist ein Thema, dem Personen zustimmen, etwa der Newsletter) | Abgeglichen oder importiert; ohne Einwilligungseintrag gilt ein Kontakt als abgemeldet |
| Score und Grade (A+ bis F) | Engagement-, Fit- und Gesamt-Score, je 0 bis 100 | Im Modell von Salesforce bleibt Pardot die Quelle; Marketing Cloud Next bewertet rückwirkend, sobald ein Modell veröffentlicht ist |
| Campaign Influence oder Customizable Campaign Influence | Opportunity Influence | Ersetzt die älteren Funktionen; du musst sie vorher deaktivieren |
| Pardot-Berichte und -Dashboards | Unser Vorschlag: Marketing-Performance-Dashboards, Teil des Reportings von Marketing Cloud Next auf Data 360 und Tableau Next | Bis zu 24 Stunden, bis Daten im Dashboard erscheinen |
Die Nurture-Zeile Schritt für Schritt findest du in wie jeder Schritt aus Engagement Studio in einem Flow aussieht.
Was läuft in Pardot weiter?
Alles, was du nicht umziehst. Laut Salesforce laufen Lead Scoring, Nurturing und Attribution so weiter, wie sie eingerichtet sind; deine Programme in Engagement Studio, Automation Rules, Formulare und der Sync mit Salesforce funktionieren also weiter. Seit Spring '26 kann Engagement Studio außerdem SMS und WhatsApp über On-Demand Flows von Marketing Cloud Next versenden (mit Add-on-Credits), sodass ein Pardot-Nurture neue Kanäle bekommt, ohne dass du das Programm neu baust.
Wie kommen die Einwilligungen von Pardot in Marketing Cloud Next?
Über Consent Matching oder einen Import. Ohne beides behandelt Marketing Cloud Next jeden Prospect, Lead oder Kontakt ohne Einwilligungswert als abgemeldet.
- Zwei Abgleichsarten: „Public List“ ordnet bis zu 100 öffentliche Listen neuen Subscriptions zu; „Opted Out Field“ legt eine Subscription namens B2B Email Consent an, und Salesforce rät dazu nur, wenn du keine öffentlichen Listen hast.
- Grenzen: Der Abgleich unterstützt eine Business Unit und kann bis zu 48 Stunden dauern. Importiere keine Einwilligungen, bevor der Abgleich fertig ist.
- Do Not Email: Das Standardfeld Do Not Email in Account Engagement erfasst laut Salesforce keine Einwilligung.
- Neue Prospects: Ein Prospect, den Pardot per Formular, Import, API oder von Hand anlegt, bringt seinen Pardot-Status mit, und der überschreibt laut Salesforce die bisherige Einwilligungshistorie dieser E-Mail-Adresse in beiden Apps.
- Wiederkehrende Leads: Schickt eine bekannte Person ein neues Lead-Formular ab, überschreibt Data 360 ihren Einwilligungsstatus mit Opted Out. Salesforce rät deshalb zu einer ausdrücklichen Opt-in-Checkbox in jedem Lead-Formular.
- Löschung: Ein in Pardot gelöschter Prospect wird in Marketing Cloud Next und Data 360 nicht automatisch gelöscht. Jemand mit Rechten in Data 360 muss die Person dort ebenfalls löschen.
Die ganze Anleitung, auch wie Pardot-Opt-ins zu Subscriptions werden, steht in Einwilligungen in Marketing Cloud Next für Pardot-Teams.
Welche Fallen gibt es, wenn Pardot und Marketing Cloud Next nebeneinander laufen?
Sieben dokumentierte Details betreffen Teams, die beide Apps betreiben.
Connected Campaigns lassen sich nicht abschalten
Salesforce schreibt, dass du Connected Campaigns nicht mehr abschalten kannst, sobald du den Connector für die Verbindung fortsetzt. Schalte Connected Campaigns deshalb ein und verbinde und synchronisiere jede Kampagne, die du brauchst, bevor die Verbindung startet. Für Kampagnen, die du später synchronisierst, kommen laut Salesforce keine Engagement-Daten in Data 360 an:
„If you try to sync another campaign later, its related engagement data isn't ingested into Data 360.“
Opportunity Influence ersetzt Campaign Influence
Die neue Attribution läuft nicht neben den alten Modellen: Du musst die älteren Versionen deaktivieren, bevor du Opportunity Influence einschaltest. Laufen deine Berichte heute auf Modellen von Customizable Campaign Influence, entscheide den Wechsel gemeinsam mit den Verantwortlichen für diese Berichte.
Opportunity Influence zählt E-Mail- und SMS-Klicks ab 30 Tagen vor dem Anlegen einer Opportunity bis Closed/Won, berücksichtigt Personen mit einer Kontaktrolle auf der Opportunity, bildet Kampagnenhierarchien in den Umsatzdaten nicht ab und setzt das Sales Data Kit voraus.
Pardot-Sandboxes testen die Verbindung zu Data 360 nicht
Sandboxes von Account Engagement unterstützen den Data-360-Connector nicht und versenden auch keine E-Mails. Marketing Cloud Next kannst du in einer Salesforce-Sandbox testen, aber Data 360 richtet sich dort nicht von selbst ein, und die Nutzung in der Sandbox verbraucht Credits. Eine Developer-Sandbox übernimmt Flows, Business Units und Scoring-Regeln, aber keine Kampagnen, Subscriptions oder Inhalte; Inhalte und Präferenzseiten gibt es nur in einer Full-Sandbox.
Manche Entscheidungen sind endgültig
Die Warnung vor unumkehrbaren Einstellungen wird bei Business Units konkret: Sobald du einer Business Unit einen Data Space, einen Marketing-Workspace, eine Kampagne oder ein Briefing zugeordnet hast, kannst du die Business Unit nicht mehr ändern. Eine angelegte Business Unit lässt sich weder bearbeiten noch löschen, eine deaktivierte nicht reaktivieren. Wähle den Data Space für das Marketing deshalb mit Bedacht, denn er gilt automatisch für die erste Business Unit, die du anlegst.
Löschst du eine Communication Subscription, löschst du alle ihre Einwilligungsdaten mit.
Kampagnen brauchen klare Grenzen
Beide Apps zeigen jede Kampagne. Die Regeln von Salesforce: Gib Kampagnen aus Marketing Cloud Next ein eigenes Namensschema und einen eigenen Datensatztyp, bearbeite jede Kampagne nur in der App, in der sie entstanden ist, und weise das Seitenlayout für Kampagnen aus Marketing Cloud Next nur der Marketing App zu, sonst ändern sich auch die Sales App und die Pardot App.
Bewirb dieselben Personen nicht aus beiden Apps
Der Knowledge-Artikel von Salesforce zu den Unterschieden bei Einwilligungen rät, dieselben Datensätze nicht gleichzeitig aus beiden Systemen zu bewerben:
„don't market to the same group of records in both systems at the same time.“
Starte mit einem Pilot
Für den Umzug der Einwilligungen empfiehlt derselbe Artikel, mit einer Pilotgruppe von Datensätzen oder einer bestimmten Communication Subscription zu beginnen. Außerdem rät er, Marketing Cloud Next zuerst für eine einzelne, abgegrenzte Kampagne zu nutzen.
Was bedeutet das für den Vertrieb?
Solange Pardot Scores und Grades vergibt, sieht der Vertrieb dieselben Zahlen und Buchstaben wie bisher. Verlegst du das Scoring später nach Marketing Cloud Next, ändert sich die Skala auf 0 bis 100, und einen Buchstaben-Grade dokumentiert Salesforce nicht; vereinbare deshalb vor dem Wechsel neue Schwellen für die Übergabe. Auch die Attribution ändert sich: Opportunity Influence ordnet Umsatz den E-Mail- und SMS-Klicks von Personen mit einer Kontaktrolle auf der Opportunity zu.
Checkliste: von Pardot zu Marketing Cloud Next in Phasen
Unsere Checkliste folgt der Reihenfolge von Salesforce, ergänzt einen Pilot und schließt jede Phase mit etwas ab, das du vor der nächsten prüfen kannst.
| Phase | Was du tust | Fertig, wenn |
|---|---|---|
| 1. Entscheiden | Die vier Rollen besetzen; Foundations und die Edition von Marketing Cloud Next bestätigen; festlegen, welche App die Quelle für Personen, Scores und Einwilligungen ist; jede Kampagne auflisten, die verbunden sein muss | Eine schriftliche Entscheidung, was in Pardot bleibt und was umzieht |
| 2. Fundament | Phasen 1 und 2 von Salesforce: Einstellungen, Data Space, Data Kits, Absenderdomain, CMS, Plan zum Aufwärmen | Domain authentifiziert, Data Kits ausgerollt |
| 3. Verbinden | Connected Campaigns an und jede aufgelistete Kampagne synchronisiert; Data-360-Connector, Rückblickdatum, Pardot Data Kits; Identity Resolution; Data Graph | Erste Übernahme abgeschlossen; wichtige Accounts von Hand geprüft |
| 4. Einwilligungen | Consent Matching ausführen; Einstellungen dokumentieren; weitere Einwilligungen importieren; ausdrückliche Opt-in-Checkbox in jedes Lead-Formular | Abgleich fertig, Stichproben geprüft |
| 5. Pilot | Eine Subscription oder Pilotgruppe; eine einfache E-Mail und ein wichtiges Formular neu gebaut; neues Tracking-Skript; einfache Assets im CMS | Erster Pilotversand zugestellt; keine Zielgruppe bekommt Mails aus beiden Apps |
| 6. Ausbauen | Programme einzeln umziehen; über Scoring und Opportunity Influence entscheiden; Marketing-Performance-Dashboards installieren | Jedes umgezogene Programm ist in Pardot abgeschaltet |
Das kostenlose E-Book Von Pardot zu Marketing Cloud Next fasst die Reihenfolge der Einrichtung, eine Checkliste und sechs Fehler, die du vermeiden solltest, auf zwölf Seiten zusammen, die du mit deinem Team teilen kannst.
Deine Optionen: bleiben, ergänzen oder umziehen
Pardot hat kein Enddatum, den Zeitpunkt bestimmst du.
- Bleiben: Pardot erledigt, was du brauchst, und Marketing Cloud Next brächte Kosten und Arbeit ohne Anwendungsfall. Unsere Pardot-Beratung bringt Scoring, Sync und Nurtures in Ordnung und holt mehr aus dem heraus, wofür du schon zahlst.
- Ergänzen: Du willst SMS, WhatsApp oder Daten aus anderen Systemen, und Pardot läuft daneben weiter. Die Beratung für Marketing Cloud Next richtet Data 360 und deine erste Kampagne ein, neben Pardot.
- Umziehen: Du willst deine Programme nach und nach in Marketing Cloud Next betreiben. Dann gelten die Phasen oben, ein Programm nach dem anderen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert der Weg von Pardot zu Marketing Cloud Next?
Salesforce nennt keine Gesamtdauer. Dokumentiert sind diese Wartezeiten: DNS-Änderungen bis zu 48 Stunden, Consent Matching bis zu 48 Stunden, die erste Übernahme der Pardot-Aktivitäten Tage oder Wochen und Dashboards bis zu 24 Stunden.
Lassen sich Programme aus Engagement Studio in Flows umwandeln?
Salesforce dokumentiert keinen Konverter. Du baust jedes Programm als Flow neu; Salesforce ordnet Trigger aus Engagement Studio den Wait-Schritten zu, Kriterien den Decisions und Aktionen den Flow-Aktionen.
Kommt meine Engagement-Historie aus Pardot mit?
Zum Teil. Der Data-360-Connector übernimmt Aktivitäten aus E-Mails, Formularen und Landingpages bis zu zwei Jahre rückwirkend, für Prospects, die mit Salesforce synchronisiert sind, und für verbundene Kampagnen. Jede Übernahme verbraucht Data 360 Credits.
Kann ich Pardot weiter nutzen, wenn Marketing Cloud Next dazukommt?
Ja. Laut Salesforce laufen bestehende Automationen wie eingerichtet weiter, und der Einrichtungsleitfaden behält Pardot als Quelle für Scoring und Grading.
Was kostet Marketing Cloud Next zusätzlich zu Pardot?
Die Lizenz ist bei Pardot Growth bis Premium enthalten (nicht bei Editionen mit der Endung „-LP“), wenn du Sales oder Service Cloud ab Enterprise Edition nutzt. Die Nutzung wird in Credits für Data 360, Messaging und KI abgerechnet. Daten aus dem Salesforce CRM sind kostenlos, die Übernahme von Pardot-Aktivitäten und die Nutzung von Marketing Cloud Next in Sandboxes verbrauchen Credits.