Pardot-Berater finden: worauf du achten solltest
Agentur, Beratung oder Freelancer? Woran du gute Hilfe für Pardot oder Marketing Cloud Next erkennst, welche Fragen du stellst und was du prüfst.
Um einen guten Pardot-Berater zu finden, klärst du, wer die Arbeit macht, und prüfst aktuelle Salesforce-Zertifizierungen, Partnerstufe und AgentExchange-Bewertungen. Frag, was der Berater in Marketing Cloud Next und Data 360 (ehemals Data Cloud) gebaut hat, lass dir Leistungsumfang, Preis und Übergabe schriftlich geben und erwarte ein klares „noch nicht“, wenn ein Umstieg zu früh kommt.
Offenlegung: ConvertPilot hat diesen Leitfaden geschrieben und bietet selbst Pardot-Beratung an. Andere Anbieter nennen wir hier nicht und vergleichen auch niemanden. Die zwölf Prüfpunkte kannst du auf jede Shortlist anwenden, auch auf eine, auf der wir stehen.
Der Leitfaden richtet sich an B2B-Teams mit Salesforce und Account Engagement (Pardot), die Hilfe von außen suchen, um das eigene Setup zu reparieren, Marketing Cloud Next dazuzunehmen oder ein festgefahrenes Projekt zu übernehmen.
- Entscheide nach Belegen, die du prüfen kannst: die Person, die baut, ihre aktuellen Zertifizierungen, die Partnerstufe und die AgentExchange-Bewertungen zusammen mit ihrer Anzahl.
- Das Partnerprogramm FY27, im März 2026 angekündigt, kennt für Beratungspartner zwei Stufen, Select und Summit; die Stufe bezieht sich auf die gesamte Salesforce-Arbeit und sagt allein wenig über Pardot.
- Die Zertifizierung Account Engagement Consultant war zuletzt am 31. August 2026 ablegbar und läuft am 1. Februar 2027 aus; laut Salesforce bleibt sie für Inhaber gültig.
- Deine Pardot-Lizenz enthält vielleicht schon Marketing Cloud Next, deshalb liest ein guter Berater deinen Vertrag, bevor er einen Kauf vorschlägt, und sagt dir, wenn ein Umstieg zu früh kommt.
- Lass dir Leistungsumfang, Preis, Übergabe und die Entscheidungen im Setup, die sich nicht rückgängig machen lassen, schriftlich geben, bevor die Arbeit beginnt; Lizenzen und Credits rechnet Salesforce separat ab.
Agentur, Beratung, Partner oder Freelancer: wen brauchst du?
Die Begriffe überschneiden sich, deshalb zählt, welche Arbeit ein Anbieter tatsächlich macht. Eine Agentur plant und betreut meist Kampagnen und nutzt Pardot als eines von mehreren Tools; eine Beratung richtet das Pardot- und Salesforce-Setup selbst ein, baut es um und repariert es; ein Freelancer ist eine einzelne Person, die das eine oder das andere macht. „Salesforce-Partner“ ist eine Mitgliedschaft im Partnerprogramm von Salesforce, die alle drei haben können.
Viele suchen nach einer „Pardot-Agentur“, wenn sie jemanden brauchen, der das System einrichtet oder repariert. Wichtig ist nur, dass du weißt, welche der beiden Leistungen du einkaufst. ConvertPilot ist eine Beratung, weil unsere Arbeit das Pardot- und Salesforce-Setup selbst ist.
| Typ | Was er meist macht | Passt, wenn | Frag nach |
|---|---|---|---|
| Marketing-Agentur | Kampagnen, Content, Design und Media; Pardot ist eines von mehreren Tools | Dein Pardot-Setup läuft und du mehr Kampagnen daraus brauchst | Wer im Team Pardot und Salesforce konfiguriert und wer Fehler in der Synchronisation behebt |
| Salesforce-Beratung | Einrichtung, Reparatur und Änderungen in Pardot, Marketing Cloud Next und der Salesforce-Org drumherum | Das System selbst braucht Arbeit: Scoring, Synchronisation, Einwilligung, Automatisierung, ein Umstieg | Wer baut und wie dein Team nach dem Go-live damit arbeitet |
| Großer Salesforce-Partner | Viele Salesforce-Produkte, viele Berater, oft mehrere Projekte gleichzeitig in einem Unternehmen | Marketing ist Teil eines größeren Salesforce-Programms mit mehreren Arbeitspaketen | Wie viele Leute dort an Pardot arbeiten und wer davon in dein Projekt kommt |
| Freelancer | Eine Person, meist für eine klar umrissene Aufgabe oder laufende Admin-Stunden | Eine abgegrenzte Aufgabe oder regelmäßige Hilfe für ein kleines Team | Vertretung bei Urlaub und Krankheit und wer Zugriff auf deine Org hat |
Worauf solltest du achten, bevor du einen Pardot-Berater beauftragst?
Die zwölf Prüfpunkte bilden vier Gruppen: 1 und 2 betreffen die Menschen, 3 bis 6 die Signale von Salesforce selbst, 7 bis 9 die Produkte und deine Lizenz, 10 bis 12 den Auftrag.
1. Wer macht die Arbeit?
Lass dir den Namen der Person geben, die in deiner Org baut, und sprich vor der Unterschrift mit genau dieser Person. In vielen Firmen konfiguriert nicht die Person, die verkauft. Du solltest wissen, wer an dein Scoring und deine Salesforce-Synchronisation geht, ob Teile an Subunternehmer gehen und wer übernimmt, wenn diese Person krank wird oder das Unternehmen verlässt.
Für Pardot mit Marketing Cloud Next nennt der Setup-Leitfaden von Salesforce vier Rollen, die du vor dem Start besetzt: einen Data Manager, der festlegt, wie Data 360 deine Daten übernimmt, modelliert und zusammenführt, einen Marketing Admin, einen Salesforce Admin und einen Compliance Lead für die Einwilligungen. Frag, welche davon der Berater übernimmt und welche bei deinem Team bleiben.
2. Kennt der Berater ein Setup wie deines?
Pardot verhält sich je nach Edition, Anzahl der Business Units und Konfiguration der Salesforce-Synchronisation unterschiedlich. Mit mehreren Business Units kann ein Lead- oder Kontaktdatensatz zum Beispiel nur mit einem Prospect in einer einzigen Business Unit synchronisieren. Frag nach zwei B2B-Projekten mit Leads, Kontakten und Accounts in Salesforce, ähnlich groß wie deines, und nach einem Kunden, den du anrufen kannst.
Was das für den Vertrieb bedeutet: Scoring, Grading, Zuweisung und die Salesforce-Synchronisation entscheiden, welche Leads wann beim Vertrieb ankommen. Wer daran etwas ändert, ändert, was der Vertrieb am nächsten Morgen in Salesforce sieht. Nimm deine Vertriebsleitung ins erste Gespräch mit und frag, wie Änderungen getestet werden, bevor sie live gehen.
3. Welche Zertifizierungen hat der Berater heute?
In den Namen der Salesforce-Zertifizierungen steht kein „Pardot“ mehr: Achte auf Salesforce Certified Marketing Cloud Account Engagement Specialist, Marketing Cloud Account Engagement Consultant und, für das neuere Produkt, Marketing Cloud Next Consultant. Salesforce beschreibt die letzte so (englisches Original):
„Certified Marketing Cloud Next Consultants design data-first marketing solutions on Data 360, orchestrate AI campaigns via Agentforce and Flow, and advise on architecture and implementation.“
Das 2027 Certification Retirements FAQ von Salesforce führt den Account Engagement Consultant unter 24 Zertifizierungen, die am 1. Februar 2027 auslaufen; die Prüfung war zuletzt am 31. August 2026 möglich. Der Account Engagement Specialist steht nicht auf der Liste. Für Inhaber schreibt das FAQ:
„A retired certification is still a valid certification.“
Laut dem Salesforce-Blog zum Lebenszyklus von Zertifizierungen erscheinen ausgelaufene Zertifizierungen nicht mehr auf der Verifizierungsseite. Im Trailblazer-Profil der Person bleiben sie stehen, laut FAQ als ausgelaufen markiert. Wenn dir der Account Engagement Consultant wichtig ist, lass dir ab Februar 2027 das Profil zeigen. Für die Inhalte der Prüfung nennt das FAQ eine kommende Agentforce-Marketing-Zertifizierung, die Ende 2026 starten soll.
4. Ist der Anbieter Select- oder Summit-Partner?
Mit dem Partnerprogramm FY27, angekündigt am 2. März 2026, hat Salesforce die Beratungspartner auf zwei Stufen umgestellt: Select und Summit. Die Programmbroschüre FY27 beschreibt den Wechsel als „Four tiers“ zu „Two tiers: Select & Summit“. Ein Partner-Badge mit einem anderen Stufennamen stammt also aus einem früheren Programm. Die Definitionen der Broschüre (englisches Original):
„Summit. Top-tier partners aligned to strategic growth.“
„Select. Proven delivery partners meeting clear performance standards.“
Laut den Programmrichtlinien startet ein neuer Partner als Provisional Partner und bekommt erst dann eine Stufe, wenn er die Qualifikationsanforderungen erfüllt. Salesforce bewertet Partner jedes Quartal und kann Stufen nach alleinigem Ermessen vergeben. Die Stufe zeigt, wo ein Anbieter mit seiner gesamten Salesforce-Arbeit steht, nicht, wie viel davon Pardot ist. Lies sie zusammen mit Punkt 2 und 3, die mehr Gewicht bekommen, wenn ein Anbieter keine Stufe hat.
5. Welche Kompetenzen weist der Anbieter aus?
Kompetenzen sind das neuere Signal von Salesforce für Produktwissen. Im Programm FY27 ersetzen 28 Kompetenzen 170 Navigator-Auszeichnungen, mit zwei Stufen: Accredited und Expert. Die Broschüre nennt die Grundlage (englisches Original):
„Each Competency is measured by: Certifications, Completed projects, Customer Satisfaction (CSAT)“
Die Kompetenzen siehst du im AgentExchange-Profil eines Beraters. Der Reiter „Competencies“ zeigt für jede Produktkompetenz die erreichte Stufe, die Zahl der anrechenbaren Projekte, den durchschnittlichen CSAT-Wert und die Zahl der Zertifizierungen.
Für Marketing schaust du in die Zeile Agentforce Marketing. In den Profilen, die wir am 16. Oktober 2026 angesehen haben, stand dort mal Expert, mal Accredited und mal gar keine Stufe. Vergleich die Projekte und den CSAT-Wert hinter jeder Stufe.
6. Was steht in den AgentExchange-Bewertungen?
AgentExchange (ehemals AppExchange) ist der Marktplatz von Salesforce, auf dem auch Berater ein Profil haben. Das Profil zeigt die Durchschnittsbewertung mit der Zahl der Bewertungen, die Zahl der Zertifizierungen und zertifizierten Personen, die Partnerstufe, falls vorhanden, und den Reiter „Competencies“ aus Punkt 5. Zu den Bewertungen schreibt Salesforce in der Trailhead-Einheit zu AgentExchange-Profilen (englisches Original):
„All AgentExchange listing reviews are contributed by community members, and unfiltered“
Lies die Zahl der Bewertungen immer neben dem Durchschnitt: Ein Schnitt aus drei Bewertungen sagt weniger als einer aus neunzig. Öffne die neuesten und prüf, ob sie Pardot- oder Marketing-Cloud-Projekte betreffen. Ein Anbieter ohne Profil kann trotzdem gut passen; dann frag nach einem Referenzgespräch.
7. Was hat der Berater in Marketing Cloud Next und Data 360 gebaut?
Wenn Marketing Cloud Next auf deiner Roadmap steht, sollte dein Berater das Produkt aus echten Projekten kennen. Marketing Cloud Next läuft auf Data 360, und die Übersicht der Editionen nennt die Voraussetzung direkt (englisches Original):
„Salesforce Enterprise or Unlimited edition and any Data 360 edition are also required.“
Der Einstiegsleitfaden von Salesforce für Pardot-Kunden rät zu Hilfe von außen (englisches Original):
„We strongly recommend working with a Certified Salesforce Partner to implement Data 360 and Marketing Cloud Next.“
Journeys in Marketing Cloud Next entstehen in Salesforce Flow, Engagement Studio bleibt in Pardot, und beides kann in einer Org nebeneinander laufen. Frag, welche Flows der Berater live gebracht hat, wie er die Einwilligung einrichtet (in Marketing Cloud Next laufen Einwilligungen nur über Subscriptions, und ein Datensatz ohne Einwilligungsdaten gilt als abgemeldet) und wie er die Data-360-Credits plant.
Auf der Flex-Credits-Rate-Card vom 31. August 2026 kostet Identity Resolution (Unification) pro Million Zeilen weit mehr Credits als Segmentierung oder Abfragen. Ein Berater sollte dir also sagen können, was sie auslöst und wie oft. Wenn die Datenseite neu für dich ist, lies zuerst, was Data 360 für ein B2B-Marketingteam leistet.
Salesforce dokumentiert mehrere Entscheidungen im Setup, die sich schwer oder gar nicht rückgängig machen lassen, und ein Berater mit echten Projekten kennt sie:
| Frage | Was Salesforce dokumentiert |
|---|---|
| Wie viele Business Units brauchen wir in Marketing Cloud Next? | Sie setzen die Advanced Edition und mindestens zwei Data Spaces voraus (getrennte Bereiche deiner Daten in Data 360) und lassen sich nach dem Anlegen weder bearbeiten noch löschen. Der Setup-Leitfaden von Salesforce rät, vorerst nicht mehrere einzurichten. |
| In welcher Reihenfolge richten Sie alles ein? | Der aktuelle Leitfaden in der Hilfe aktiviert Marketing Cloud Next, bevor er Pardot mit Data 360 verbindet; ältere Leitfäden von Salesforce zeigen eine andere Reihenfolge. Eine gute Antwort nennt die Quelle, der sie folgt. |
| Welche Kampagnen synchronisieren wir, bevor die Verbindung zu Data 360 startet? | Connected Campaigns lassen sich danach nicht mehr abschalten, und bei einer später synchronisierten Kampagne kommen die Engagement-Daten nicht in Data 360 an. |
| Welcher Abgleich der Einwilligungen passt zu uns? | Der automatische Abgleich verbindet genau eine Business Unit mit einer, entweder über das Feld Opted Out (eine globale Subscription) oder über bis zu 100 öffentliche Listen. Füllt eine bekannte Person ein neues Lead-Formular aus, kann sie auf abgemeldet gesetzt werden, wenn das Formular keine ausdrückliche Opt-in-Checkbox hat. |
| Was verbraucht Data-360-Credits? | Zeilen aus dem Salesforce CRM Connector nicht; jede Übernahme von Pardot-Engagement-Daten schon. |
8. Prüft der Berater deine Lizenz, bevor er ein Angebot macht?
Wer dir einen Lizenzkauf vorschlägt, bevor er deinen Vertrag gelesen hat, überspringt einen Schritt. Auf der Preisseite von Account Engagement steht:
„Kund:innen der Account Engagement-Editionen Growth, Plus, Advanced und Premium haben heute Account Engagement+.“
Account Engagement+ bringt Zugang zu Marketing Cloud Next über Permission Set Licenses: Growth bekommt die Growth Edition, Plus, Advanced und Premium bekommen die Advanced Edition.
Du brauchst Sales Cloud oder Service Cloud in der Enterprise Edition oder höher und eine Data-360-Lizenz (die kostenlose Salesforce Foundations zählt; bestehende Pardot-Kunden beantragen den Zugang zu Data 360 über ihren Account Executive bei Salesforce), Pardot-Editionen mit der Endung „-LP“ enthalten den Zugang nicht, und Credits für Messaging, KI-Nutzung und Data 360 kaufst du zusätzlich. Welche Edition du bekommst, steht in unserem Überblick, was Marketing Cloud Next für Pardot-Kunden enthält.
9. Sagt der Berater auch „noch nicht“?
Ein guter Berater sagt dir, wenn ein Projekt sich noch nicht lohnt, auch wenn er damit den Auftrag verliert. In den FAQ der Preisseite schreibt Salesforce:
„Nein, es gibt keine End-of-Life-Pläne (EOL), End-of-Sale-Pläne (EOS) oder End-of-Roadmap-Pläne (EOR) für Marketing Cloud Account Engagement.“
Frag jeden Anbieter, wovon er dir abraten würde, und achte auf eine konkrete Antwort. Wenn dir jemand erzählt, Pardot werde abgeschaltet, lies vor jeder Unterschrift, was Salesforce wirklich über die Zukunft von Pardot sagt.
10. Steht der Preis fest und der Leistungsumfang auf Papier?
Berater rechnen nach Stunde, nach Tag, als Festpreisprojekt oder als Paket ab. Jedes Modell funktioniert, wenn du den Preis kennst, bevor die Arbeit beginnt. Verlang einen schriftlichen Leistungsumfang: was enthalten ist, was nicht, was du am Ende bekommst und wie Änderungen berechnet werden.
Trenn Beraterhonorar und Salesforce-Kosten: Lizenzen und Credits rechnet Salesforce ab. Zur Einordnung: Die Listenpreise für Account Engagement+ reichen von 1.250 € (Growth+) bis 15.000 € (Premium+) pro Org und Monat bei jährlicher Abrechnung, Stand Oktober 2026.
11. Wie sieht die Übergabe aus?
Ein Projekt endet gut, wenn dein Team das Gebaute ohne den Berater betreiben kann. Frag, wer danach den Admin-Zugang hat, wie die Benutzer des Beraters angelegt sind, damit du sie deaktivieren kannst, was dein Team vor dem Go-live lernt und was du schriftlich behältst: Feldzuordnungen, Scoring-Regeln, Automatisierungen und den Grund für jede davon. Vereinbare das vor Projektbeginn; danach kostet die Übergabe extra.
12. Wie geht der Berater mit deinen Daten und Einwilligungen um?
Wer in deiner Org arbeitet, sieht personenbezogene Daten. Schließ deshalb einen Auftragsverarbeitungsvertrag, bevor du Zugriff gibst, und frag, wie der Berater testet, ohne echte Prospects anzuschreiben.
Wenn Pardot und Marketing Cloud Next parallel laufen, frag, wie er die Einwilligungen über beide Systeme plant. Von selbst wandern Einwilligungen nicht zwischen den beiden Systemen: Du richtest entweder den automatischen Abgleich der E-Mail-Einwilligungen von Salesforce ein oder importierst sie von Hand. Ältere Seiten von Salesforce sagen noch, Einwilligungen würden gar nicht geteilt. Die Salesforce-Hilfeseite zum Abgleich von Hand schreibt (englisches Original):
„To minimize the risk of missing opt-out requests, market to a subscription within either Account Engagement or Marketing Cloud Next, but not both.“
Welche Fragen stellst du im ersten Gespräch?
Stell Fragen, die eine konkrete Antwort brauchen, und notier, wer sie beantwortet. Diese elf decken die Prüfpunkte ab:
- Wer baut in unserer Org, und können wir vor der Unterschrift mit dieser Person sprechen?
- Welche Zertifizierungen für Account Engagement oder Marketing Cloud Next hat diese Person, und wo sehen wir sie?
- Welche Partnerstufe haben Sie, und welche Marketing-Kompetenz in welcher Stufe?
- Können Sie zwei B2B-Projekte zeigen, die unserem ähneln, und dürfen wir einen dieser Kunden anrufen?
- Was haben Sie in Marketing Cloud Next und Data 360 gebaut, und was davon läuft heute?
- Was enthält unsere Lizenz schon, und was müssten wir kaufen?
- Wovon würden Sie uns abraten?
- Was kostet das Projekt, was gehört zum Leistungsumfang, und wie werden Änderungen berechnet?
- Was bekommen wir bei der Übergabe, und wie lernt unser Team, damit zu arbeiten?
- Wie gehen Sie mit dem Zugriff auf personenbezogene Daten und mit Einwilligungen um?
- Welche Einstellungen in unserem Setup lassen sich nicht rückgängig machen, und wann entscheiden wir sie?
Wie vergleichst du die Anbieter auf deiner Shortlist?
Leg für jeden Anbieter dieselben Punkte nebeneinander und nimm nur, was du nachprüfen kannst. Eine Rangliste mit Namen findest du hier bewusst nicht. Die Tabelle zeigt, was du notierst und woher die Angabe kommt:
| Was du notierst | Quelle | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Wer die Arbeit macht | Erstes Gespräch, Angebot | Ein Name, und diese Person war im Gespräch |
| Zertifizierungen dieser Person | Trailblazer-Profil, Verifizierungsseite von Salesforce | Aktuelle Namen; Account Engagement Consultant ab Februar 2027 nur noch im Profil sichtbar |
| Partnerstufe | AgentExchange-Profil, Website des Anbieters | Select oder Summit; andere Stufennamen stammen aus einem früheren Programm |
| Kompetenz und Stufe | Reiter „Competencies“ im AgentExchange-Profil | Zeile Agentforce Marketing: Accredited, Expert oder keine Stufe, dazu Projekte und CSAT-Wert |
| Bewertungen | AgentExchange-Profil | Durchschnitt und Anzahl zusammen, Datum, Produkt |
| Referenz | Nachfrage | Ein B2B-Kunde mit ähnlichem Setup, den du anrufen kannst |
| Marketing Cloud Next und Data 360 | Erstes Gespräch | Was live ist, wie Einwilligung und Credits geplant wurden |
| Preis und Leistungsumfang | Angebot | Festpreis oder klares Modell, schriftlicher Umfang, Preis für Änderungen |
| Übergabe | Angebot | Admin-Zugang, Schulung, schriftliche Dokumentation |
Wo ConvertPilot passt und wo nicht
Wir passen zu B2B-Teams mit Salesforce, die Pardot betreiben, Marketing Cloud Next dazunehmen wollen oder ein festgefahrenes Projekt zu Ende bringen müssen, und die vom ersten Gespräch bis zum Go-live einen zertifizierten Berater als Ansprechpartner wollen.
Die Fakten dazu: Axel Kühnle hat ConvertPilot gegründet, arbeitet seit 2016 mit Salesforce und seit 2018 in der Pardot-Beratung, mit über 50 Projekten. Zwei zertifizierte Berater vertreten sich gegenseitig; zusammen haben wir die Zertifizierungen Account Engagement Specialist, Account Engagement Consultant und Marketing Cloud Next Consultant. Du sprichst mit der Person, die die Arbeit macht, und wir sagen dir, wenn Marketing Cloud Next für dich zu früh kommt.
Unsere Preise sind öffentlich. Du bekommst ein Angebot, bevor irgendetwas beginnt, und viele Teams starten direkt mit dem Projekt.
Wer klein anfangen will: Das Pardot Express Audit kostet 1.200 € (nur Lesezugriff, ein priorisierter Maßnahmenplan und eine Besprechung von 90 Minuten). Der Marketing Cloud Next Readiness Check kostet als Lite-Version für kleine Setups 450 € und vollständig 1.200 €. Beide rechnen wir voll an, wenn du innerhalb von 90 Tagen ein Paket buchst.
Ein anderer Anbieter passt besser, wenn:
- du Marketing Cloud Engagement nutzt. Daran arbeiten wir nicht, auch nicht als Ausgangspunkt für einen Umstieg.
- das Projekt Sales Cloud oder Service Cloud betrifft und keine Marketing-Seite hat.
- du viele Berater brauchst, die parallel an mehreren Salesforce-Clouds arbeiten. Dafür sind große Salesforce-Partner aufgestellt.
Welche Hilfe passt zu deiner Situation?
Der passende Berater hängt davon ab, ob du bei Pardot bleibst, Marketing Cloud Next dazunimmst, umsteigst oder ein Projekt retten musst.
- Bleiben: Pardot läuft, aber Scoring, Synchronisation oder Automatisierungen passen nicht mehr zu dem, was dein Team heute braucht. Du brauchst jemanden, der Pardot und Salesforce in der Tiefe kennt; Punkt 1 bis 3 zählen am meisten. Der kostenlose Pardot-Selbstcheck zeigt mit zwölf Fragen, wo du stehst, und die Pardot-Beratung repariert dein Setup, baut es neu oder betreibt es mit dir.
- Dazunehmen oder umsteigen: Deine Lizenz enthält vielleicht Marketing Cloud Next und du willst das Produkt nutzen, oder du planst den Umstieg von Pardot. Du brauchst jemanden mit Marketing Cloud Next und Data 360 im Live-Betrieb, der zuerst deine Lizenz prüft; Punkt 7 bis 9 zählen am meisten. Die Beratung zu Marketing Cloud Next startet mit dem, was du schon besitzt.
- Retten: Ein Partner hat mittendrin aufgehört, der Admin ist weg oder der Go-live verschiebt sich immer wieder. Du brauchst jemanden, der eine Bestandsaufnahme macht und klar sagt, was sich nicht retten lässt; Punkt 10 und 11 zählen am meisten. Die Projektrettung beginnt mit einer Bestandsaufnahme und einer schriftlichen Einschätzung.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Pardot-Berater?
Berater rechnen nach Stunde, nach Tag, als Festpreisprojekt oder als Paket ab. Lizenzen und Credits kommen dazu und werden von Salesforce abgerechnet. Lass dir vor Projektbeginn ein schriftliches Angebot mit Leistungsumfang geben.
Was ist der Unterschied zwischen Pardot-Agentur und Pardot-Berater?
Eine Agentur betreut meist Kampagnen und Content und nutzt Pardot als eines von mehreren Tools. Ein Berater arbeitet am System selbst: Einrichtung, Scoring, Salesforce-Synchronisation, Einwilligung und Umstiege. Viele Anbieter machen beides ein Stück weit, deshalb frag, wer im Team Pardot konfiguriert.
Ist die Pardot-Consultant-Zertifizierung noch gültig?
Ja. Der Salesforce Certified Marketing Cloud Account Engagement Consultant läuft am 1. Februar 2027 aus, die Prüfung war zuletzt am 31. August 2026 möglich, aber laut Salesforce bleibt eine ausgelaufene Zertifizierung gültig. Auf der Verifizierungsseite erscheint sie dann nicht mehr, im Trailblazer-Profil der Person schon.
Was ist ein Salesforce Summit Partner?
Summit ist die höhere der beiden Stufen für Beratungspartner im Programm FY27, das Salesforce im März 2026 angekündigt hat; die andere heißt Select. Salesforce bewertet Partner jedes Quartal. Die Stufe bezieht sich auf die gesamte Salesforce-Arbeit eines Anbieters und sagt allein wenig über Pardot-Erfahrung.
Brauche ich für Marketing Cloud Next einen anderen Berater?
Nicht unbedingt, aber einen, der darin schon gebaut hat. Marketing Cloud Next läuft auf Data 360, baut Journeys in Salesforce Flow und behandelt Einwilligungen anders als Pardot. Frag, was der Berater dort live gebracht hat.