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7 clevere Ideen für Pardot Custom Redirects im Einsatz

Portrait von Axel
Von Axel
Mann in hellgrünem Hemd arbeitet am Laptop während er Pardot Custom Redirects im Einsatz erkundet
Inhaltsverzeichnis

Custom Redirects in Pardot (jetzt Salesforce Account Engagement) können deutlich mehr als nur einfache Link-Klicks tracken. Richtig eingesetzt, helfen sie dir, Interaktionen besser zu erfassen und Automationen gezielt auszulösen – vor allem, wenn es sich um bereits identifizierte und cookiebasierte Kontakte handelt. Mit etwas Kreativität lassen sich Custom Redirects in vielen Szenarien nutzen, weit über klassische E-Mail-Kampagnen hinaus.

In diesem Beitrag zeigen wir dir sieben clevere Möglichkeiten, wie du Custom Redirects in Pardot strategisch einsetzen kannst – um das Verhalten deiner Kontakte besser zu verstehen, Automationen zu verbessern und fundiertere Marketingentscheidungen zu treffen.

Was sind Pardot Custom Redirects?

Ganz einfach: Ein Custom Redirect ist ein trackbarer Link in Account Engagement. Klickt ein cookiebasierter Kontakt auf diesen Link, kann eine oder mehrere Completion Actions ausgelöst werden – zum Beispiel ein Feld aktualisieren, den Kontakt einer Liste hinzufügen oder einem User zuweisen.

Zwar lassen sich damit auch anonyme Klicks erfassen, ihr volles Potenzial entfalten sie aber erst bei bekannten Kontakten – also solchen, die ein Formular ausgefüllt oder anderweitig ein Pardot-Cookie über den jeweiligen Browser und das Gerät erhalten haben.

Ein Custom Redirect besteht aus:

  • Trackbare URL: Das Ziel, auf das der Link führt.
  • Completion Actions: Automatisierte Aktionen nach dem Klick durch einen cookiebasierten Kontakt.
  • Reporting: Klickdaten – aufgeschlüsselt nach Gesamtanzahl und bekannten Usern.

Wichtig: Completion Actions funktionieren nur bei bekannten Kontakten mit demselben Browser und Gerät, mit dem sie ursprünglich getrackt wurden. Das heißt, du solltest immer realistische Erwartungen setzen, was Custom Redirects leisten können – und was nicht.

7 smarte Einsatzmöglichkeiten für Pardot Custom Redirects

1. Social-Media-Engagement tracken

Custom Redirects können Lücken schließen, die Pardots Social Connectors offenlassen. Du kannst damit Traffic aus sozialen Kanälen oder Tools erfassen, die nicht nativ durch Pardot unterstützt werden:

  • Tracke Links, die du auf Instagram oder YouTube teilst.
  • Miss Engagement von Beiträgen, die über Hootsuite oder Buffer veröffentlicht wurden.
  • Beobachte, wie Teammitglieder Inhalte außerhalb von Pardots Veröffentlichungsfunktionen verbreiten.

Gerade beim Social-Media-Tracking solltest du jedoch vorsichtig mit der Geräteübergreifenden Attribution sein – ein Klick von einem anderen Gerät oder Browser kann keine Aktionen auslösen.

2. Banneranzeigen-Leistung messen

Banner auf Drittanbieter-Webseiten sind oft ein blinder Fleck für Pardot. Google Analytics zeigt dir allgemeine Herkunftsdaten, aber wenn du genau wissen willst, wer geklickt hat, brauchst du Custom Redirects:

  • Messe Banner-Klicks direkt in Pardot – schnell und gezielt.
  • Identifiziere cookiebasierte Kontakte, die über Sponsoring oder Partner-Platzierungen kommen.

Bild eines Dashboards mit einem Banner-Tracking über einen Pardot Custom Redirect einfügen

3. Einfaches NPS-Umfrage-Setup

So kannst du mit Pardot Net Promoter Score (NPS) Umfragen durchführen – ganz ohne externe Tools. Einfach, clever und kostenschonend.

So geht’s:

  • Lege ein benutzerdefiniertes Zahlenfeld mit dem Namen „NPS Score“ an.
  • Erstelle 11 Custom Redirects – jeweils für die Werte 0 bis 10.
  • Verknüpfe jede Weiterleitung mit einer passenden Completion Action, die den Score einträgt.
  • Baue eine E-Mail mit 11 klickbaren Bildern oder Links als Antwortbuttons.

Jeder Klick schreibt den Score ins Profil – vorausgesetzt, der Empfänger ist ein cookiebasierter Kontakt mit bekanntem Browser/Device.

4. Fragen direkt in E-Mails stellen

Diese Methode funktioniert auch für beliebige andere vordefinierte Fragen. Zum Beispiel: „Wann dürfen wir uns wieder bei dir melden?“

Verlinke in deiner E-Mail die Antwortoptionen jeweils mit einem Custom Redirect. Die Completion Action kann dann ein Feld aktualisieren oder listenbasiert segementieren.

  • Finde heraus, wie bereit ein Lead für die weitere Ansprache ist – ganz ohne Formular.
  • Lass Kontakte selbst entscheiden, wann du wieder aktiv wirst.

Wichtig:

Completion Actions greifen nur bei bekannten Cookied-Kontakten, die den gleichen Browser und dasselbe Gerät wie beim ersten Besuch nutzen.

5. Dokumentenaufrufe extern tracken

Nicht alle Inhalte liegen direkt in Pardot. Wenn du z. B. Sales-Material über ein DAM-System oder eine andere Plattform bereitstellst, sorgen Custom Redirects fürs nötige Tracking:

  • Leite die URL zu einem PDF, Word-Dokument oder Bild über einen Custom Redirect um.
  • Erfasse die Zugriffe direkt im Pardot – auch wenn die Datei woanders liegt.
  • Löse automatische Benachrichtigungen oder Scoring aus, sobald das Dokument aufgerufen wird.

Besonders hilfreich, wenn du eine begrenzte File-Storage-Kapazität hast oder deine Assets systemübergreifend verwaltest.

6. Offline- und Online-Welt verbinden

Print-Mailings erleben ein Revival – aber nur, wenn man ihre Wirkung messen kann. Mit einem Custom Redirect auf der Karte wird daraus ein messbarer Kanal:

  • Drucke URLs wie go.deinefirma.de/coupon direkt mit aufs Mailing.
  • Finde heraus, wer den Vorteil eingelöst oder auf den Call-to-Action reagiert hat.
  • Starte Scoring oder Alerts, wenn der Link besucht wird.

Beispielbild eines Print-Mailings mit URL und Einlöseanleitung einfügen

Am effektivsten funktioniert’s bei Kontakten, die bereits in Pardot bekannt und cookiebasiert sind. Falls nicht, bau gleich ein Formular auf der Zielseite ein, um die Identität abzufragen.

7. Bots bei Klicks enttarnen

Sicherheitslösungen scannen eingehende E-Mails und klicken dabei im Hintergrund auf alle enthaltenen Links. Die Folge: deine Reports zeigen Klicks, die nie ein echter Mensch getätigt hat.

Die Lösung: Baue einen unsichtbaren Custom Redirect in deine E-Mail ein. Wird dieser Link geklickt, weißt du: das war ein Bot.

Diese Erkenntnis kannst du nutzen, um:

  • deine Metriken zur E-Mail-Interaktion realistischer abzubilden,
  • Automationen nicht durch Bot-Klicks auszulösen.

Was du bei der Nutzung beachten solltest

Custom Redirects sind vielseitig – aber nicht ohne Einschränkungen:

  • Nur bekannte Kontakte: Completion Actions funktionieren nur bei identifizierten, cookiebasierten Nutzern.
  • Gleiches Gerät & Browser: Wechselt der Kontakt das Gerät oder den Browser, funktionieren Aktionen nicht.
  • Anonyme Klicks: Diese erscheinen zwar im Reporting, lösen aber keine Automationen aus.

Setze also immer die richtigen Rahmenbedingungen und nutze Custom Redirects eher als Indikator für Engagement – nicht als ultimatives Beweisstück.

Fazit

Mit etwas Kreativität lassen sich Custom Redirects in Pardot richtig stark nutzen – weit über klassisches E-Mail-Tracking hinaus. Ob für Social-Media-Beiträge, Umfragen, Print-Maßnahmen oder externe Dateien: Diese Links geben dir Datenpower und Automationsansätze, von denen dein Marketing direkt profitiert.

Du willst smarte und messbare Kampagnen mit Pardot umsetzen? Meld dich bei uns – wir zeigen dir, was alles möglich ist.

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