Salesforce-Kampagnenhierarchien mit übergeordneten und untergeordneten Kampagnenstrukturen können echte Aha-Momente liefern – vorausgesetzt, du setzt sie strategisch in Verbindung mit Account Engagement (Pardot) ein.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was Child Campaigns eigentlich sind, wann und wie du sie nutzen solltest und wie du durch gezieltes Reporting ihre volle Wirkung entfalten kannst.
Was sind Parent- und Child-Kampagnen in Salesforce?
Mit Salesforce-Kampagnen kannst du deine Marketingmaßnahmen strategisch strukturieren – von Webinaren bis zu Produkt-Launches. Nutzt du zusätzlich das Feld „Parent Campaign“, entsteht eine Hierarchie: Die übergeordnete Kampagne (Parent) fasst thematisch verwandte Maßnahmen zusammen, Child-Kampagnen liefern dazu Detaildaten. Sobald eine Kampagne über das gleichnamige Feld mit einer anderen verknüpft ist, wird sie zur Child Campaign.
Gerade mit Pardot ist diese Struktur entscheidend, denn die meisten Assets – E-Mails, Landing Pages, Formulare etc. – müssen mit einer Salesforce-Kampagne verknüpft sein. Durch Connected Campaigns läuft das Engagement-Tracking direkt in Salesforce ein – ein sauber durchdachter Aufbau ist also die Grundlage für zuverlässiges Reporting.
Beispiel für eine Kampagnenhierarchie
Stell dir vor, du veranstaltest eine Webinar-Reihe:
- Parent-Kampagne: „KI-Webinare 2025“
- Child-Kampagnen:
- „KI-Webinar – 14. August 2025“
- „KI-Webinar – 26. August 2025“
Jede Child Campaign hat ihre eigenen Start- und Enddaten, liefert individuelle Ergebnisse – und rollt die Metriken sauber an die Parent-Kampagne hoch. So behältst du den Überblick über Einzelaktionen und das Gesamtbild.

Wann du Child-Kampagnen einsetzen solltest
Wenn du mehrere Aktionen unter einem gemeinsamen Thema oder Ziel planst, helfen dir Child-Kampagnen, gezielter zu segmentieren, Tracking zu verbessern und sauberer zu berichten. Typische Anwendungsfelder:
- Events an verschiedenen Orten oder zu verschiedenen Zeiten: z. B. eine Roadshow in mehreren Städten.
- Cross-Channel-Kampagnen: Trenne LinkedIn- und Twitter-Performance bei derselben Message.
- Gleiches Zielpublikum, neue Inhalte: Beim Retargeting deiner bestehenden Kontakte mit neuen Botschaften.
Mit Child-Kampagnen analysierst du granular – und kannst gleichzeitig in Dashboards das große Ganze im Blick behalten.

Wann du lieber auf Child-Kampagnen verzichtest
Auch wenn Child-Kampagnen mächtig sind – sie sind nicht immer die beste Lösung. In diesen Fällen solltest du andere Ansätze nutzen:
- Zur Nachverfolgung von Engagement-Stufen: Dafür gibt’s Campaign Member Statuses – zum Beispiel für Anmeldungen, Teilnahmen oder Form-Abgaben.
- Zur Zuweisung nach Teammitglied: Verwende stattdessen den Datensatz-Eigentümer bei Kampagnenmitgliedern, statt unnötige Kampagnen zu erstellen.
- Zur Abbildung breiter Kategorien: Nutze lieber Felder wie „Typ“ oder klare Namenskonventionen – statt Hierarchieebenen wie eine allgemeine „Webinar“-Kampagne einzuführen.
Frag dich also immer: Brauche ich wirklich separate Kampagnen fürs Reporting – oder reichen gezielte Filter und bestehende Felder völlig aus?
3 Dinge, die du bei Child-Kampagnen beachten solltest
Kampagnenhierarchien sollten nicht nur schön aussehen – sie müssen auf deine Ziele und Reports einzahlen. Hier sind drei Aspekte, die du unbedingt klären solltest:
1. Reporting-Anforderungen früh klären
Bevor du eine neue Struktur aufsetzt, sprich mit deinen Teams – was genau soll gemessen werden? Diese Infos bestimmen Benennung, Pflichtfelder und Hierarchie. So könnte das praktisch aussehen:
| Reporting-Ziel | Empfohlene Umsetzung |
| Kampagnenlaufzeit nachverfolgen | Felder „Start“ und „Enddatum“ verpflichtend machen |
| Social-Media-Performance analysieren | Child Campaigns pro Channel erstellen und Feld „Typ“ ausfüllen |
| Quartalsweise Entwicklungen darstellen | Parent-Kampagnen wie „Q1 2024“, „Q2 2024“ verwenden |
| Teilnehmende pro Event auswerten | Mitglieder-Status und eigene Felder einsetzen |
| Teilnehmendenzahlen verschiedener Orte vergleichen | Child Campaigns je Standort anlegen |
2. Berichte für Datenqualität einrichten
Die beste Struktur bringt nichts, wenn Daten fehlen. Erstelle dir Reports, die genau das aufdecken – und platziere sie im Marketing-Dashboard. Beispiele:
- Fehlende Parent-Kampagnen: Filter für Kampagnen ohne Eintrag im Feld „Parent Campaign“.
- Leere Start-/Enddaten: Zeigt dir Lücken im Zeitplan bzw. bei der Laufzeitmessung.
- Opportunities ohne Child-Kampagne: Markiere geschlossene Deals („Closed Won“), die fälschlich an die Parent statt die tatsächliche Kampagne gekoppelt sind.
3. Opportunities an die Child-Kampagnen binden
Damit Campaign Influence Reports stimmen, sollten Opportunities direkt den Child-Kampagnen zugewiesen werden – dort, wo die eigentliche Marketingaktion stattfand. Nur so erkennt Salesforce den realen Touchpoint und zeigt deinem Management echte Performance.
Trainiere dein Team darauf, und unterstütze das ggf. mit Dashboards oder Validierungsregeln – so vermeidest du, dass fälschlich immer nur die Parent-Kampagne verknüpft wird.
Best Practices auf dein Unternehmen zuschneiden
Es gibt keinen Standard, der für alle passt – dein Kampagnenmodell muss zu deinen Zielen, Reports und Teamprozessen passen. Dokumentiere deine Entscheidungen und den jeweiligen Grund, damit auch künftige Kollegen verstehen, warum etwas so aufgebaut ist.
Sei offen für Anpassungen: Teams entwickeln sich, Ziele ändern sich, neue KPIs kommen dazu. Nimm dir regelmäßig Zeit, deine Kampagnenstruktur kritisch zu prüfen: Zeigst du die richtigen Zahlen im Reporting? Passt die Hierarchie noch zu deiner täglichen Arbeit?
Mit einem durchdachten Set-up und der Bereitschaft zur Optimierung bleibt dein Pardot-Ansatz skalierbar und flexibel.
Brauchst du Unterstützung bei der Planung deiner Kampagnenstruktur oder beim Pardot-Rollout? Melde dich bei uns – wir helfen dir gern, Klarheit und Effizienz in deine Marketingprozesse zu bringen.



