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So richtest du Pardot Engagement History Dashboards ein

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Von Axel
Frau mit roten Haaren in Hahnentritt-Blazer und weißem Rollkragenpullover sitzt nachdenklich während sie über Pardot Engagement History Dashboards lernt
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Ein klarer Blick auf die Performance deiner Marketingkampagnen ist entscheidend für einen gut optimierten B2B-Funnel. Trotzdem tun sich viele Marketingteams schwer, aussagekräftige Engagement-Daten aus Marketing Cloud Account Engagement (Pardot) direkt im CRM sichtbar zu machen. Für Salesforce-User bieten Engagement History Dashboards eine einfache, praktikable Lösung: Sie holen die wichtigsten Kennzahlen direkt auf die Kampagnen-, Lead- oder Opportunity-Records – dort, wo dein Team sie braucht.

In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du die Dashboards einrichtest, in deiner Salesforce-Umgebung integrierst und warum sich dieser Move wirklich lohnt – vor allem für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb.

Was sind Engagement History Dashboards?

Engagement History Dashboards sind vorkonfigurierte Analytics-Komponenten in Salesforce, mit denen du siehst, wie deine Zielgruppen mit Pardot-Marketinginhalten interagieren – etwa mit E-Mails, Landing Pages, Formularen oder Dateien, die mit einer bestimmten Kampagne verknüpft sind. Die Dashboards zeigen dir visuelle Insights aus der B2B Marketing Analytics-Welt, direkt eingebettet in deinen Salesforce-Records.

Du kannst sie auf folgenden Objekten einsetzen:

  • Salesforce-Kampagnen
  • Accounts
  • Opportunities
  • Leads, Kontakte und Personen-Accounts

Das bedeutet: Deine Performance-Daten sind jederzeit für Sales-, Marketing- oder Serviceteams abrufbar – ganz ohne Toolwechsel.

Bevor’s losgeht: Voraussetzungen

Bevor du das erste Dashboard hinzufügst, solltest du sicherstellen, dass deine Salesforce-Umgebung folgende Kriterien erfüllt:

  • Du nutzt die Pardot (Account Engagement) Lightning App. Die Dashboards funktionieren nur in Lightning.
  • Deine Pardot-Edition ist Growth, Plus, Advanced oder Premium. Ältere Versionen wie Standard, Pro oder Ultimate enthalten die Funktion nicht.
  • Du hast eine bestimmte Anzahl an Analytics View Only Embedded App-Lizenzzuweisungen – abhängig von deiner Edition.

So richtest du die Engagement History Dashboards ein

Schritt 1: Dashboards in den Setup-Einstellungen aktivieren

So aktivierst du die Engagement History Dashboards:

  1. Geh zu den Salesforce Setup-Einstellungen.
  2. Such nach „Engagement History“ (unter dem Bereich „Account Engagement“).
  3. Aktiviere die Option Enable Embedded Engagement History Dashboards.

Hinweis: Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis die ersten Daten im Dashboard sichtbar werden.

Schritt 2: Dashboard zur Kampagnenseite hinzufügen

Die Dashboards sind Lightning-Komponenten. Du fügst sie also nicht im klassischen Seitenlayout, sondern im Lightning Record Page Builder ein:

  1. Öffne einen beliebigen Salesforce-Kampagnen-Record.
  2. Klick auf das Zahnradsymbol und wähl Seite bearbeiten.
  3. Wähle einen Bereich auf der Seite aus, um die Sidebar zu öffnen.
  4. Klick auf Tab hinzufügen, wähle Benutzerdefiniert und benenne den Tab – z. B. mit „Reporting“.
  5. Zieh aus dem Komponentenbereich auf der linken Seite die Engagement History Dashboard-Komponente in den neuen Tab.
  6. Speicher deine Änderungen.

Schritt 3: Berechtigungen zuweisen

Damit nur berechtigte User das Dashboard sehen können, brauchst du passende Lizenzzuweisungen:

  1. Weise jedem User, der Zugriff auf das Dashboard erhalten soll, die Lizenz Analytics View Only Embedded App zu.
  2. Diese Lizenz ermöglicht die Anzeige auf Kampagnen-, Account-, Opportunity- und Personen-Records.

Falls dein Org noch keine Systembenutzer wie „Analytics Cloud Integration User“ oder „Analytics Cloud Security User“ hat – sie erscheinen automatisch nach Aktivierung der Funktion. Trotzdem kann die vollständige Bereitstellung bis zu 24 Stunden dauern.

Schritt 4: Engagement-Daten abrufen und analysieren

Sobald alles aktiviert und eingerichtet ist, beginnt Pardot mit dem Laden der Daten ins Dashboard. Das kann bis zu einen Tag dauern, je nach Umfang deiner Aktivitäten.

Dein Dashboard bringt praktische Filter mit, damit du die Daten aufschlüsseln kannst nach:

  • Aktivitätsdatum (z. B. letzte 30 Tage, laufendes Quartal)
  • Asset-Typ (z. B. E-Mail, Landing Page, Datei)
  • Aktivitätstyp (z. B. E-Mail-Klick, Formularausfüllung)

Außerdem kannst du bestimmte Metriken ausschließen – wie E-Mail-Öffnungen – um die Daten realistischer zu halten und „Low-Intent“-Interaktionen herauszufiltern.

Unter dem Visual-Teil findest du eine ausführliche Aktivitätstabelle mit einzelnen Interaktionen pro Prospect und Asset. Das liefert sowohl Marketing als auch Sales genau die Infos, die sie brauchen, um besser reagieren zu können.

Dashboards für Accounts und Opportunities nutzen

Neben Kampagnen kannst du Engagement History Dashboards auch auf anderen Objekten einbetten:

  • Accounts – Zeigt aggregierte Aktivitäten aller Kontakte eines Unternehmens.
  • Opportunities – Macht sichtbar, welche Marketing-Touches es rund um Kontaktrollen oder andere Account-Zugehörige gab.
  • Leads/Kontakte/Personen-Accounts – Zeigt das individuelle Engagement einzelner Personen.

Wiederhole die Vorgehensweise aus dem Kampagnenbeispiel:

  1. Bearbeite die Lightning Record Page des jeweiligen Objekts.
  2. (Optional) Füg einen eigenen Tab hinzu.
  3. Zieh die Engagement History Dashboard-Komponente auf die Seite.
  4. Vergiss nicht, die User-Berechtigungen zu vergeben.

Das bringt dir das Dashboard im Alltag

Mit einem einzigen Feature bekommst du deine wichtigsten Engagement-Daten dort hin, wo du sie brauchst – in die Hände von Vertrieb, Marketing oder dem Führungsteam. Hier ein paar entscheidende Vorteile:

  • Transparenz für alle – Kampagnenreporting wird teamübergreifend in Salesforce sichtbar.
  • Zeitersparnis – kein Wechsel mehr zwischen Pardot und Salesforce nötig.
  • Schneller reagieren – Sales sieht sofort, welche Inhalte interessant sind.
  • Visual Analytics out of the box – kein Report-Basteln nötig, Salesforce liefert fertige Dashboards.

Typische Stolperfallen: So gehst du damit um

Die Einrichtung ist meist unkompliziert, aber es kann trotzdem zu klassischen Problemen kommen – zum Beispiel leeren Dashboards oder Ladefehlern. Check in solchen Fällen Folgendes:

  • Sind Connected Campaigns aktiviert und korrekt eingerichtet?
  • Wurden die genutzten Assets (z. B. E-Mails, Landing Pages) wirklich mit einer Kampagne verknüpft?
  • Verwendet ihr eine kompatible Pardot-Edition (ab Growth aufwärts)?
  • Haben alle relevanten User die Analytics View Only Embedded App-Lizenz?

Wenn du trotzdem nicht weiterkommst, eröffne ein Ticket beim Salesforce-Support und verweise auf das Engagement History Feature.

So schnell hast du Ergebnisse: 15-Minuten-Setup

In nur 15 Minuten kannst du bereits ein funktionsfähiges Dashboard einbauen, mit dem dein gesamtes Team sieht, wie deine Pardot-Assets performen. Es ist eine der schnellsten Möglichkeiten, Marketing und Vertrieb enger zusammenzubringen – ohne zusätzlichen Reporting-Aufwand.

Wenn du die Dashboards noch nicht im Einsatz hast, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, deinen Setup zu überdenken – und endlich aussagekräftige Kampagnen-Insights direkt in Salesforce verfügbar zu machen.

Brauchst du Unterstützung bei der Einrichtung – oder willst du mehr aus deinen Dashboards herausholen? Meld dich bei uns und wir bringen dein Kampagnenreporting auf das nächste Level.

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