E-Mail-Zustellbarkeit und Datenschutzkonformität sind entscheidend für jede erfolgreiche B2B-Marketingstrategie. Mit Salesforce Pardot (Account Engagement) bekommst du leistungsstarke Tools an die Hand, die sicherstellen, dass deine E-Mails im richtigen Posteingang landen – und dabei globale Datenschutzgesetze sowie ethische Standards im Umgang mit Daten einhalten.
In diesem Artikel zeigen wir dir 23 wichtige Funktionen in Pardot rund um Zustellbarkeit und Compliance. Wir unterteilen sie in drei Bereiche: Kontoeinstellungen & Domain-Management, Opt-In & E-Mail-Präferenzen sowie Formular- & Landing-Page-Einstellungen.
Pardot-Kontoeinstellungen und Domain-Management
Viele Funktionen rund um Zustellbarkeit und Compliance werden direkt in den Pardot-Kontoeinstellungen von Admins verwaltet. Wenn du hier alles richtig einstellst, ist deine Infrastruktur sicher, vertrauenswürdig und bereit für nachhaltigen Marketingerfolg.
1. Unternehmensadresse
Dies ist die Quelle für das Merge-Feld {{{Organization.Address}}} in Pardot – notwendig für die Einhaltung des CAN-SPAM Acts und ähnlicher Gesetze in anderen Ländern. Achte darauf, dass hier deine korrekte Geschäftsadresse steht.
2. Cookie-Laufzeit
Pardot-Cookies helfen dir, das Verhalten von Besuchern zu tracken. Die Laufzeit lässt sich von 180 bis zu 3650 Tagen einstellen – je nachdem, wie streng eure Datenschutzrichtlinien sind. Längere Laufzeiten sorgen für detaillierteres Tracking, solange das mit euren Vorgaben vereinbar ist.

3. First-Party-Tracking
Aktiviere First-Party-Cookies, um auch dann Tracking zu ermöglichen, wenn Drittanbieter-Cookies blockiert werden. So bleibt das Tracking bestehen – und zeigt zugleich, dass du Verantwortung für die Datenerfassung übernimmst.
4. Do-Not-Track-Einstellungen
Pardot kann automatisch erkennen, wenn User im Browser das „Do Not Track“-Signal aktivieren – und dann das Tracking für diese Personen unterbinden. Das stärkt das Vertrauen und unterstützt die Einhaltung moderner Datenschutzgesetze.
5. Tracker-Domains
Verwende gebrandete Tracker-Domains anstelle der generischen go.pardot.com-Links. Das wirkt professioneller, steigert das Vertrauen und eröffnet dir SSL-Verschlüsselung, was sich positiv auf deine E-Mail-Reputation auswirkt.
6. HTTPS erzwingen
Wenn du HTTPS überall erzwingst, werden alle Pardot-Assets über eine sichere Verbindung ausgeliefert. Das schafft Vertrauen bei deinen Kontakten, verbessert das SEO-Ranking und verhindert Browser-Warnmeldungen.
7. Opt-In-Banner für Tracking
Mit einem anpassbaren Banner kannst du aktiv das Einverständnis zum Tracking einholen – besonders wichtig, wenn du in oder für DSGVO-konforme Regionen aktiv bist.
8. DKIM- & SPF-Authentifizierung
Mit diesen beiden Verfahren authentifizierst du deine Versanddomain und schützt deine Marke vor Spoofing oder Phishing. Richtig eingerichtet verbessern sie die Zustellraten deiner E-Mails erheblich.
| Authentifizierungsmethode | Zweck |
| SPF | Prüft, ob Versandserver für deine Domain autorisiert sind |
| DKIM | Signiert E-Mails kryptografisch, um ihre Echtheit zu bestätigen |
Opt-In und E-Mail-Präferenzen von Prospects
Die Wünsche deiner Kontakte zu respektieren, ist nicht nur gesetzlich notwendig, sondern auch eine Frage des Vertrauens. Hier zeigen wir dir, wie Pardot dich dabei unterstützt – mit expliziten Zustimmungen, personalisierten Präferenzen und klarer E-Mail-Policy.
9. BCC-Archivierung
Mit dieser Funktion kannst du automatisch eine Blindkopie jeder ausgehenden E-Mail an ein zentrales Archiv senden lassen – besonders hilfreich in regulierten Branchen mit Dokumentationspflichten.
10. Versand von operativen E-Mails
Operative E-Mails umgehen die Opt-In-Präferenzen – gedacht für wichtige Informationen wie Rechnungen oder Systembenachrichtigungen. Für Marketinginhalte solltest du sie jedoch nicht verwenden.

11. Richtlinien zum Löschen von Prospects
Definiere klare Prozesse, wie du Kontakte löschst – ob vorübergehend über den Papierkorb oder dauerhaft bei Löschanfragen. So bleibst du datenschutzkonform und hältst dein CRM sauber.
12. Manuelles und automatisiertes Opt-Out
Stelle sicher, dass Empfänger sich einfach abmelden können – und dass dies auch umgesetzt wird. Mit Automatisierungsregeln lässt sich der Ablauf vereinfachen und zuverlässig gestalten.
13. Double Opt-In
Der doppelte Opt-In stellt sicher, dass jemand wirklich Interesse hat – und die E-Mail-Adresse überhaupt ihm oder ihr gehört. Das verbessert die Qualität deiner Liste und schützt vor Fake-Einträgen.
14. E-Mail-Präferenzzentrum
Erlaube es deinen Kontakten, selbst zu wählen, welche Arten von Mails sie erhalten möchten. Das senkt die Abmelderate und zeigt, dass dir individuelle Bedürfnisse wichtig sind.
15. Abmeldeseite
Jede E-Mail braucht einen funktionierenden und klar sichtbaren Abmeldelink – umgesetzt mit dem Merge-Tag {{Unsubscribe}}. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wird von Empfängern erwartet.
16. Strategie für inaktive Kontakte
Wenig Engagement schadet deiner Senderreputation. Daher solltest du regelmäßig automatisiert prüfen, wer „inaktiv“ ist, und diese Kontakte ggf. aus deinen Listen entfernen.
17. Permission-Pass-Kampagnen
Mit einer Permission Pass sendest du einmalig eine Reaktivierungsmail an inaktive Kontakte – mit der Bitte um erneute Zustimmung. Damit erfüllst du rechtliche Vorgaben und erhältst aktives Interesse zurück.
18. Flexible Absenderadresse
In Pardot kannst du auf verschiedene Arten eine Absenderadresse definieren:
- Allgemeiner Absender: manuell eingegebener Text
- Festgelegter Benutzer: ein bestimmter Pardot-User
- Dynamisch: basierend auf CRM-Besitzer des Prospects

Formular- & Landing-Page-Einstellungen
Alle Kontaktpunkte, an denen Daten eingegeben werden, sind enorm wichtig – denn hier entstehen Vertrauen und Konformität. Mit den folgenden Funktionen gestaltest du Formulare und Landing Pages rechtssicher und nutzerfreundlich.
19. Datenschutz-Link
Biete bei jeder Datenerfassung einen leicht auffindbaren Link zur Datenschutzerklärung an. So zeigst du Transparenz und gibst Sicherheit im Umgang mit personenbezogenen Daten.
20. Checkbox für Einwilligung
Unterhalb deiner Formulare kannst du eine Opt-In-Checkbox mit Klartext hinzufügen – so willigen User aktiv ein, Marketinginformationen zu erhalten.
21. Eigene Layout-Vorlagen
Nutze Layout Templates, um Formulare einheitlich im Corporate Design darzustellen – inklusive verpflichtender Links und Compliance-Texte.
22. Zugriff auf AGB
Hinterlege einen Link zu deinen Nutzungsbedingungen – besonders sinnvoll bei Formularen für Registrierung, Downloads oder Angebote. So wissen User, worauf sie sich einlassen.
23. Danke-Seiten mit nächsten Schritten
Nach dem Absenden eines Formulars solltest du auf eine individuelle Danke-Seite weiterleiten. Bestätige hier den Empfang und kommuniziere klar, was als Nächstes passiert.
Fazit
Zustellbarkeit und Compliance sind mehr als technische Pflichtaufgaben – sie betreffen Vertrauen, Verantwortung und rechtliche Sicherheit. Pardot liefert dir die Tools, um all das umzusetzen – aber du musst selbst die richtigen Einstellungen treffen.
Beziehe von Anfang an dein Legal-Team, die IT und den Vertrieb mit ein, um nachhaltige Prozesse aufzubauen. Und bleib dran: Richtlinien und Erwartungen ändern sich. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, sind wir für dich da. Melde dich bei uns, damit deine Pardot-Instanz dauerhaft compliant und erfolgreich bleibt.



