Die E-Mail-Zustellstandards entwickeln sich auch 2025 weiter, da Gmail und Yahoo die im letzten Jahr eingeführten strengeren Anforderungen konsequent durchsetzen. Der Hintergrund: steigende Sicherheitsbedenken und der Druck, verantwortungsvoller mit E-Mail-Marketing umzugehen.
Wenn du mit Marketing Cloud Account Engagement (Pardot) arbeitest, solltest du diese Änderungen kennen und jetzt aktiv werden, um deine Absenderreputation und Engagement-Raten zu schützen.
Warum diese Änderungen für B2B-E-Mail-Marketer wichtig sind
Die großen Postfachanbieter verschärfen ihre Filter – als Reaktion auf die zunehmende Flut an Spam, Phishing und Sicherheitsbedrohungen. Es geht also nicht nur um neue Regeln, sondern um neue Erwartungen: Wie du deine Absender-Domain absicherst, mit inaktiven Kontakten umgehst und Abmeldungen sauber umsetzt.
Hier sind die vier wichtigsten Änderungen – und was du jetzt in Account Engagement tun solltest, um compliant und zukunftssicher zu bleiben.
1. Gmails Richtlinie zu inaktiven Konten und ihre Folgen
Seit Dezember 2023 setzt Google eine neue Regel für persönliche Konten um: Wurde ein Gmail-Konto seit über zwei Jahren nicht genutzt, kann Google es – inklusive aller Daten – löschen. Das bedeutet für dich:
- Mehr Hard Bounces bei E-Mails an inaktive @gmail.com-Adressen
- Schlechtere Absenderreputation, wenn du diese Adressen weiterhin anschreibst
Was du in Account Engagement tun kannst
Trenne inaktive @gmail-Adressen aus. Erstelle eine dynamische Liste mit zum Beispiel diesen Kriterien:
- E-Mail enthält @gmail.com
- Letzte Aktivität vor mehr als 730 Tagen
Sobald du diese Gruppe identifiziert hast, setze das Feld „Nicht kontaktieren“ auf „Wahr“. So passen sich Mailability und Versandverhalten automatisch an – und du vermeidest zukünftige Bounces.
Wichtig: Verlass dich nicht auf Öffnungen als Engagement-Indikator – insbesondere wegen Apples Mail Privacy Protection. Nutze stattdessen Scoring, Klicks oder Formularübermittlungen.
Bild einfügen: Dynamische Liste mit Filterkriterien für inaktive Gmail-Adressen
2. Domain-Authentifizierung mit SPF, DKIM & DMARC
Google und Yahoo erwarten von allen Absendern eine vollständige Domain-Authentifizierung durch:
- Sender Policy Framework (SPF)
- DomainKeys Identified Mail (DKIM)
- Domain-based Message Authentication, Reporting & Conformance (DMARC)
Diese Protokolle weisen nach, dass Account Engagement berechtigt ist, E-Mails in deinem Namen zu versenden. Fehlt die Authentifizierung, landen deine E-Mails schnell im Spam – oder werden ganz blockiert.
Warum das wichtig ist
Authentifizierung ist deine Basis für gute Zustellbarkeit. Sie zeigt Gmail & Co., dass du ein vertrauenswürdiger Absender bist – schützt vor Spoofing und verbessert deine Inbox-Quote.
Was du in Account Engagement tun kannst

3. Verpflichtendes One-Click-Unsubscribe
Google und Yahoo setzen jetzt konsequent auf einen reibungslosen Abmeldelink. Empfänger sollen sich mit nur einem Klick abmelden können – ohne zusätzliche Seiten, kein Opt-Out-Formular.
Aktueller Stand in Account Engagement
Pardot-E-Mails enthalten bereits einen Abmeldelink oder verweisen auf dein Preference Center. Problem: Preference Center bedeuten meistens mehr als einen Klick – und gelten daher nicht als „One-Click“.
Was wir dir empfehlen
So erfüllst du die Vorgaben und bleibst userfreundlich:
- Nutze den Standard-One-Click-Unsubscribe-Link in deinen E-Mail-Templates
- Wenn du ein Preference Center einsetzt, gib beides im Footer an: One-Click und Link zur Verwaltung
Bild einfügen: Vergleich der UX zwischen One-Click-Unsubscribe und Preference Center
4. Unter 0,3 % Spam-Beschwerden bleiben
Google verlangt, dass Absender unter der Grenze von 0,3 % Spam-Reports bleiben. Heißt: maximal 1 Beschwerde pro 300 versendete E-Mails. Ein enger Spielraum – und ein klarer Hinweis, Verteiler und Inhalte ständig zu überarbeiten.
Risiken bei Überschreiten der Grenze
- Höhere Wahrscheinlichkeit, im Spam zu landen
- Geringere Zustellraten über alle Domains hinweg
- Pardot markiert deine Domain als kritisch bei dauerhaft hoher Bounce- oder Spam-Rate
Was du dagegen tun kannst
- Setze regelmäßig automatisierte Ausschlüsse für inaktive Kontakte anhand von Engagement-Kriterien
- Segmentiere deine Verteiler nach Aktivität & Relevanz
- Liefere Inhalte mit echtem Mehrwert – so bleibst du vertrauenswürdig und wirst weniger als störend empfunden

Alles auf einen Blick: Deine Pardot-Checkliste
| Maßnahme | Warum das wichtig ist |
| Inaktive @gmail.com-Kontakte identifizieren und ausschließen | Reduziert Bounce-Risiken und schützt deine Absenderreputation |
| SPF, DKIM und DMARC korrekt konfigurieren | Zeigt, dass du ein verifizierter Absender bist und verbessert die Zustellraten |
| One-Click-Unsubscribe einführen | Erfüllt die neuen UX-Anforderungen von Google & Yahoo |
| Spam-Beschwerden unter 0,3 % halten | Bewahrt deine Domain-Reputation langfristig |
Fazit
Als Pardot-User kannst du es dir nicht leisten, E-Mails einfach „rauszuschicken und abzuwarten“. Die neue Realität: Spam-Filter werden schärfer, Richtlinien strenger – und Empfänger kritischer. Diese Änderungen von Gmail und Yahoo sind nur der Anfang. Wer zukunftssicher arbeiten will, sollte jetzt aufräumen, optimieren und compliant handeln.
Du brauchst Unterstützung bei SPF, DKIM oder beim Bereinigen deiner Daten? Wir helfen B2B-Marketing-Teams innerhalb von Salesforce, schnell und sicher versandbereit zu werden. Jetzt Kontakt aufnehmen.



