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Diese 10 Salesforce-Automationen solltest du kennen

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Von Axel
Frau mit langen braunen Haaren in lila Hoodie sitzt am Laptop während sie Salesforce-Automationen für Pardot erkundet
Inhaltsverzeichnis

Eine der größten Stärken von Pardot ist seine native Integration mit Salesforce CRM – und trotzdem schöpfen viele Marketing-Teams das Automatisierungspotenzial auf Salesforce-Seite nicht voll aus. Dabei lassen sich mit den richtigen Salesforce-Automationen Kampagnen strukturierter managen, Leads gezielter qualifizieren und die Zusammenarbeit mit dem Vertrieb messbar verbessern.

In diesem Artikel stellen wir dir zehn wirkungsvolle Automationen vor, mit denen du dein Account Engagement (Pardot) Setup spürbar optimieren kannst.

1. Lead-Zuweisung und Salesforce-Queues

Die Zuweisung von Leads ist eine der grundlegendsten und wichtigsten Automationen im Marketing Operations-Bereich – schließlich soll kein vielversprechender Kontakt verloren gehen. Zwar bietet Pardot hier einige Optionen, doch Salesforce ermöglicht deutlich robustere und zentral gesteuerte Logiken zur Lead-Verteilung.

Nutze Salesforce Lead Assignment Rules

Mit den Lead-Zuweisungsregeln in Salesforce kannst du komplexe, bedingungsbasierte Regeln aufsetzen, die Leads automatisch dem richtigen Owner oder einer Queue zuweisen. Während Pardot ebenfalls Leads zuweisen kann, sorgt Salesforce für mehr Konsistenz im Vertriebsprozess und eine Governance-konforme Umsetzung im CRM. Gleichzeitig sind die Regeln flexibler gestaltbar und leichter zu warten.

Fallback durch Salesforce-Queues

Wenn du beim Übergabemoment noch keinen passenden Owner kennst – oder Follow-up bewusst später starten möchtest – bieten Queues in Salesforce eine ideale Zwischenstation. Typische Anwendungsfälle:

  • Leads warten auf Qualifizierung (z. B. Übergabe an eine „Marketing Nurture“-Queue).
  • Massenhafte Verteilung an Teams statt Einzelpersonen.
  • Automatisierte Weiterleitung an MQL-Queues, sobald die Leads bereit sind.

2. Re-Zuweisungslogik für Pardot Prospects

Sobald Salesforce die Eigentümerschaft eines Prospects festlegt (über den Lead- oder Contact-Record), kann Pardot dieses Feld nicht mehr überschreiben. Das wird zum Problem, wenn sich z. B. Lead-Status ändert oder ein Re-Nurturing notwendig ist.

Lösung: Komplexe Änderungen über Apex abbilden

Für Re-Zuweisungen bei bestehenden Datensätzen musst du auf Apex zurückgreifen. Damit kannst du Ownership auch nach der initialen Anlage anpassen – zum Beispiel, wenn disqualifizierte Leads erneut aktiviert oder aktive Prospects zurück ins Nurturing geleitet werden sollen.

3. Automatische Zuweisung zu Salesforce Campaigns

Leads und Kontakte in Salesforce Campaigns zuzuordnen, ist entscheidend für Attribution und Segmentierung – doch manuell ist das zeitaufwändig und fehleranfällig.

Automatisierte Campaign-Member-Erstellung

Es gibt mehrere Möglichkeiten – etwa Salesforce Flows, Engagement Studio oder andere Automatisierungstools -, aber eins ist besonders hilfreich: der Mass Action Scheduler. Damit kannst du anhand von Reports oder Listenansichten regelmäßig und automatisch Campaign-Members hinzufügen oder entfernen.

  • Synchronisiere Campaign-Mitgliedschaften fortlaufend mit dem tatsächlichen Engagement im Backend.
  • Verfolge Attribution über längere Kampagnenstrecken hinweg per dynamischer Listen.

4. Contact Roles bei Opportunities automatisch hinzufügen

Contact Roles in Opportunities sind das verbindende Element zwischen Deals und den Entscheidern dahinter. Ohne sie kann Salesforce weder Kampagneneinfluss nachverfolgen noch belastbare Pipeline-Reports für Account Engagement erstellen.

So stellst du Contact Roles sicher

  • Setze eine Validierungsregel in Salesforce, die das Anlegen von Opportunities ohne Contact Roles blockiert.

5. Opportunity-basierte Segmentierung in Pardot

Viele Marketer segmentieren ausschließlich nach Feldern auf Lead-, Contact- oder Account-Ebene. Dabei lässt sich auch die Opportunity-Ebene für Pardot-Segmentierung nutzen – mit Daten wie Deal-Phasen, Abschlussdatum oder Opportunity-Wert per benutzerdefinierter Salesforce-Felder und dynamischer Listen.

Pipeline-orientierte Marketing Automatisierung

  • Spiele gezielte Inhalte an Kontakte in später Deal-Phasen aus, abhängig von Deal-Nähe oder Produkttyp.
  • Schließe „Closed Won“-Opportunities aus allgemeinen Kampagnen aus – so vermeidest du doppelte Kommunikation.
  • Löse Post-Sale-Kampagnen anhand des Opportunity-Status aus.

6. Customer Lifetime Value (CLV) berechnen

Der Customer Lifetime Value zeigt dir, wie wertvoll ein Account langfristig ist – ideal, um Budgets zu priorisieren oder nachhaltige Kundenbeziehungen zu stärken. Basis ist die Summe aller „Closed Won“-Opportunities auf einem Account.

So setzt du’s um

Erstelle ein Roll-up Summary Field auf dem Account-Record, das alle gewonnenen Deal-Umsätze zusammenfasst. Damit kannst du:

  • Schlüsselaccounts gezielt targetieren.
  • Lookalike-Kampagnen basierend auf Bestkunden aufsetzen.
  • ABM-Ansätze nach Wert priorisieren.

7. Messbares Reporting über den Prospect-Lebenszyklus

Wie viele MQLs und SQLs liefert das Marketing wirklich? Und wie schnell bewegen sich Leads durch deinen Funnel? Solche Fragen kannst du mit einem maßgeschneiderten Lifecycle Reporting beantworten.

So richtest du’s ein

  • Erstelle Checkbox- und Datumsfelder auf Lead- und Contact-Ebene (z. B. MQL-Datum, SQL-Checkpoint).
  • Synchronisiere diese Felder mit Pardot und nutze Automationen für Stempeldaten.
  • Berechne die Umwandlungsgeschwindigkeit per Formeln – und speise die Daten in Dashboards ein.

8. Automatisierte Geburtstagskampagnen

Datumsfelder in Salesforce eignen sich perfekt für persönliche Touchpoints – etwa Geburtstagsgrüße, kleine Geschenke oder exklusive Inhalte rund um einen wichtigen Tag.

Warum du hier Salesforce brauchst

Pardot kommt bei komplexer Datum-Logik schnell an seine Grenzen. Salesforce bietet dagegen mit benutzerdefinierten Formeln die Möglichkeit, bevorstehende Geburtstage auszurechnen und als Trigger zu markieren – der Rest läuft dann über Engagement Studio.

9. Kampagnen-Freigaben automatisieren

Wenn dein Team mehrere Fachbereiche oder Produktlinien unterstützt, helfen automatisierte Approval Workflows für Campaign Assets enorm – für mehr Tempo und klare Governance. Pardot kann das nicht abbilden, Salesforce hingegen schon.

Automationsmöglichkeiten

  • Starte Approval-Flows abhängig von Status oder Stage einer Kampagne.
  • Erinnere intern an ausstehende Felder wie Budget, Startdatum oder Ziel-KPIs.
  • Leite Campaign Assets zur Prüfung weiter, bevor sie live gehen.

10. Doppelte Prospects erkennen und vermeiden

Pardot erlaubt mehrere Prospects mit derselben E-Mail-Adresse (AMPSEA) – für die Datenqualität ist das ein Albtraum. Salesforce bietet viel mächtigere Regeln, um Dubletten zu verhindern oder zu bereinigen.

Empfohlene Tools und Strategien

  • Aktiviere Duplicate Rules in Salesforce, die Dubletten beim Anlegen oder Bearbeiten erkennen oder blockieren.
  • Nutze spezialisierte Lösungen wie DemandTools oder Duplicate Check für fuzzy Matching und deduplizierte Prozesse.
ToolZweck
Salesforce Duplicate RulesBlockieren oder Kennzeichnen von Dubletten beim Erstellen oder Bearbeiten
DemandToolsTiefgreifende Dubletten-Bereinigung, Prävention und Massenbearbeitung
Duplicate CheckFuzzy Matching und anpassbare Dubletten-Logik

Nächste Schritte für mehr Automation mit Salesforce & Pardot

Diese zehn Automationen sind nur der Anfang. Die Kombination aus Salesforce Flexibilität und Pardot Engagement eröffnet dir unzählige Möglichkeiten für intelligente Workflows, bessere Datenqualität und mehr Marketing-Impact. Fang klein an – zum Beispiel mit Lead-Queues oder automatischer Campaign-Mitgliedschaft – und entwickle darauf aufbauend vollständige Lifecycle-Prozesse oder individuelle Apex-Logik.

Wenn du dein Pardot Setup aufs nächste Level heben willst und das volle Potenzial von Salesforce Automation ausschöpfen möchtest, melde dich bei uns. Wir helfen Teams wie deinem dabei, Systeme zu verzahnen, Integrationsprobleme zu lösen und smartere Marketing-Automatisierung umzusetzen.

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