Marketing Cloud Growth gewinnt an Fahrt – und wenn du aktuell mit Account Engagement (Pardot) arbeitest, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dich vorzubereiten. Salesforce verlagert zentrale Funktionen stärker in die Core-Plattform. Das macht Marketing Cloud Growth zur ersten Wahl für Teams, die ihre Marketing-Automatisierung auf ein neues Level heben wollen.
Ob die Migration schon auf deiner Roadmap steht oder du einfach deinen Tech-Stack zukunftssicher machen willst: Die Weichen, die du jetzt stellst, entscheiden über deinen langfristigen Erfolg.
Was hinter dem Wechsel zu Marketing Cloud Growth steckt
Salesforce bringt seine Marketing-Produkte schrittweise näher an die zentrale Plattform. Diese Strategie – oft als „Object Alignment“ bezeichnet – erlaubt es Marketingteams, etablierte Salesforce-Dienste wie CMS, Rechteverwaltung und Flow-Automatisierung zu nutzen. Marketing Cloud Growth ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Entwicklung und bildet eine flexible, skalierbare Basis, die tief mit Data Cloud verzahnt ist.
Für Account Engagement User bedeutet das eine spürbare Veränderung: Datenstrukturen ändern sich, Automatisierung läuft anders, und Assets werden zentral verwaltet. Je früher du dich mit deinem Team darauf einstellst, desto reibungsloser läuft der Übergang.
1. Entwickle dein Datenmodell in der Data Cloud
Marketing Cloud Growth basiert auf der Data Cloud – und Segmentierung sowie Kampagnenaktivierung hängen direkt davon ab. Der Umgang mit der Data Cloud bringt allerdings eine neue Sprache und Struktur mit sich, die vielen Pardot-Usern noch fremd ist:
- Data Model Objects (DMOs): Repräsentieren strukturierte, vereinheitlichte Datenquellen.
- Data Lake Objects (DLOs): Erlauben die Massenaufnahme von Daten in die Data Cloud.
Das Verständnis dieser Komponenten ist entscheidend. Im Gegensatz zu Pardot-Listen oder Segmentierungsregeln bildet dieses Setup das Fundament. Spätere Änderungen am Schema können kompliziert und störend sein. Es lohnt sich also, von Anfang an auf solides Know-how zu setzen – intern oder mit einem erfahrenen Partner. So stellst du sicher, dass dein Datenmodell skalierbar und zukunftstauglich ist.

2. Überführe Dateien ins Salesforce CMS
Marketing Cloud Growth nutzt Salesforce CMS als zentrale Dateiablage – genau wie der Lightning-Email-Builder in Account Engagement. Heißt konkret: Alle Bilder und Assets, die du aktuell in Pardot pflegst, müssen migriert werden.
Zum Glück hat Salesforce diesen Prozess erleichtert. Seit dem Release Summer ’24 kannst du Dateien direkt von Pardot ins Salesforce CMS kopieren – ohne sie erst herunterladen und anschließend neu hochladen zu müssen. Das spart Zeit, erhält Dateiverweise und sorgt dafür, dass bestehende Inhalte wie gewohnt funktionieren – vorausgesetzt, Data Cloud ist aktiviert.
Warum der Umzug ins CMS Sinn macht:
- Zentrale Asset-Verwaltung: Ein Repository für alle Salesforce-Produkte.
- Bessere Zusammenarbeit: Assets können teamübergreifend genutzt werden.
- Zukunftssicher: Pflicht für den neuen E-Mail-Builder in Marketing Cloud Growth.
3. Mach dich mit Flow vertraut
Marketing Cloud Growth bringt ein neues Automatisierungskonzept mit: Campaign Flow. Es basiert zwar auf Salesforces leistungsstarker Flow-Engine, wird aber etwas anders eingesetzt – speziell für Marketer.
Mit Campaign Flows kannst du Marketingmaßnahmen (z. B. Mails versenden oder Datensätze aktualisieren) nach bestimmten Triggern steuern – etwa nach einem Formular-Submit oder anhand eines Segments. Sie sind einfacher aufgebaut als klassische Salesforce Flows, aber umso effektiver, wenn du die Grundprinzipien beherrschst.
Das solltest du dir anschauen:
- Flow-Elemente: Regeln, Wartezeiten und Aktionen, die innerhalb eines Campaign Flows greifen.
- Trigger: Wie Segmente und Formulare einen Flow auslösen.
- Grenzen: Campaign Flow hat (noch) nicht den vollen Funktionsumfang eines Salesforce Flows.
| Automatisierungstyp | Am besten geeignet für |
| Campaign Flow | Marketing-Teams, die Journeys aus Formularen und Segmenten erstellen |
| Salesforce Flow | Admins, die komplexe Automatisierungen über mehrere Objekte hinweg aufbauen |
Wenn du dich jetzt mit Flow vertraut machst, legst du die Grundlage für eine zentralisierte, automatisierte Marketingstruktur – ganz ohne isolierte Engagement-Programme.
4. Stärkere Zusammenarbeit mit deinem Salesforce-Admin
Wenn du Pardot bisher weitgehend autark genutzt hast, ist es Zeit, die Silos aufzubrechen. Marketing Cloud Growth erfordert eine engere Zusammenarbeit mit dem Salesforce-Admin – gerade bei Zugriffsrechten, Flow-Konfiguration und Daten-Monitoring.
Hier wirst du Admin-Unterstützung brauchen:
- Rechtevergabe: Marketing-User brauchen Zugriff auf Campaign Flow und zugehörige Einstellungen.
- Advanced Flows: Für Aktionen, die Campaign Flow nicht abdeckt, können Admins unterstützende Salesforce Flows bauen.
- Data Cloud Management: Jemand muss Datenströme verwalten und den Credit-Verbrauch im Blick behalten.
Insbesondere in größeren Unternehmen ist es sinnvoll, früh Rollen und Zuständigkeiten zu klären. Wer steuert die Data Cloud? Wer hilft bei technischen Herausforderungen? Diese Fragen vorab zu klären, vermeidet unnötige Hürden.
Nutze den Umstieg für einen strategischen Neuanfang
Bei all den technischen To-dos darf das große Ganze nicht untergehen: Der Wechsel zu Marketing Cloud Growth ist mehr als ein System-Upgrade – es ist deine Chance, dein Marketing neu zu denken. Mit zentralen Daten, gemeinsamen Assets und skalierbarer Automatisierung kannst du Kampagnen relevanter, schneller und stärker vernetzt gestalten.
Nimm dir bewusst Zeit für eine Analyse deiner aktuellen Prozesse: Wo gibt es doppelte Workflows? Welche Daten liegen isoliert? Welche Segmente sind veraltet? Ein sauberer Umstieg kann dein Marketing nicht nur vereinheitlichen, sondern echten Schwung auch ins Zusammenspiel mit dem Vertrieb bringen.
Bereit für den ersten Schritt?
Marketing Cloud Growth bringt dich als Account Engagement User näher an das Salesforce-Ökosystem als je zuvor. Damit das gelingt, braucht es eine gute Vorbereitung – rund um Datenstruktur, Asset-Management und Zusammenarbeit. Wenn du schon über den Wechsel nachdenkst (oder mitten drin steckst), helfen wir dir gern weiter. Melde dich bei uns, damit wir deinen Weg gemeinsam planen – klar, durchdacht und ohne Umwege.



