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11 Fragen, die du vor neuen Pardot-Funktionen klären musst

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Von Axel
Frau mit lockigen Haaren und Brille in braunem Polka-Dot-Hemd arbeitet am Laptop während sie Fragen für neue Pardot-Funktionen lernt
Inhaltsverzeichnis

Wenn Salesforce eine neue Runde an Funktionen veröffentlicht – insbesondere in Account Engagement (ehemals Pardot) – fühlt es sich schnell so an, als müsste man direkt alles aktivieren. Doch ohne eine klare Strategie läufst du Gefahr, unnötige Komplexität zu schaffen, Nutzer zu verwirren oder Zeit in Features zu stecken, für die dein Team noch nicht bereit ist.

In diesem Beitrag schauen wir uns 11 wichtige Fragen an, die du dir stellen solltest, bevor du neue Pardot-Funktionen freischaltest – damit du besser priorisieren, Stakeholder einbinden und mit klarem Fokus umsetzen kannst.

Starte mit „Was“ und „Warum“

Noch bevor du dich technisch mit einem neuen Feature beschäftigst, solltest du zwei Grundlagen klären:

  • Was ist das? Erklär in einfachen Worten ohne Fachjargon, was das neue Feature macht – so dass es auch für nicht-technische Stakeholder verständlich ist.
  • Warum ist es relevant? Wo liegt der geschäftliche Nutzen? Denk nicht nur an deinen Anwendungsfall, sondern auch an die langfristige Richtung, in die sich Salesforce entwickelt. Viele Features zeigen, wohin sich die Plattform bewegt.

Ein Beispiel: die Pardot Lightning App

  • Was: Du kannst Pardot-Funktionen direkt in der Salesforce-Oberfläche nutzen – nicht mehr in einer separaten Oberfläche.
  • Warum: Bringt Pardot in Einklang mit der Lightning Experience von Salesforce und ist Voraussetzung für viele zukünftige Funktionen.

Mit diesem einfachen Rahmen stellst du sicher, dass alle Beteiligten die Basics verstehen – bevor es tiefer in die Umsetzung geht.

1. Ist es ein „Gateway“-Feature?

Manche Funktionen schalten weitere Features frei. Solche „Einstiegspunkte“ solltest du früh priorisieren, denn sie ebnen den Weg für zukünftige Möglichkeiten. Zum Beispiel:

  • Pardot Lightning App: Voraussetzung für fast alle neuen Pardot-Funktionen.
  • Connected Campaigns: Aktiviert unter anderem Engagement History und Snippets.

Wenn ein neues Feature dir ganz neue Türen öffnet, solltest du es als Fundament behandeln – nicht als nettes Extra.

2. Gibt es Voraussetzungen?

Die Kehrseite der vorherigen Frage: Braucht das Feature andere Funktionen, die bereits eingerichtet sein müssen? Solche Abhängigkeiten können zu Verzögerungen, doppeltem Aufwand oder Blockaden führen.

Wenn diese Voraussetzungen ohnehin sinnvoll oder Bestandteil anderer Initiativen sind – umso besser. Wichtig ist nur, dass du sie in deinem Plan berücksichtigst.

3. Für welche Anwendungsfälle ist das Feature gedacht?

Nicht jedes Feature bringt denselben Mehrwert. Um die Priorität sinnvoll einzuschätzen, verbinde den Einsatz mit geschäftlichen Kategorien, die bei Stakeholdern Resonanz finden:

KategorieWas es verbessert
ProduktivitätSchnelleres oder einfacheres Arbeiten für Nutzer
KampagnenBesseres Targeting, mehr Personalisierung, höheres Engagement
ReportingAussagekräftigere Analysen und Erfolgsmessung

Beurteile, ob der Nutzen direkt spürbar ist – oder eher hypothetisch und „nice to have“.

4. Wie aufwendig ist die Einrichtung?

Schätze den Aufwand, den dein Team braucht, um das Feature zu implementieren – inklusive Konfiguration, Tests, Doku und Abstimmung mit anderen Teams.

So vermeidest du böse Überraschungen, zum Beispiel wenn dir mitten im Projekt Ressourcen fehlen oder Prioritäten sich verschieben.

5. Müssen Nutzerrechte angepasst werden?

Viele Funktionen in Salesforce und Pardot hängen von Berechtigungen ab. Wenn du ein neues Feature aktivierst, könnte das unbeabsichtigt falschen Personen Zugang gewähren – oder wichtige Nutzer ausschließen.

Worauf du achten solltest:

  • Pardot bietet je nach Edition eine begrenzte Auswahl an standardisierten Berechtigungen.
  • Salesforce erlaubt deutlich granularere Rechtevergabe – aber das macht es auch komplexer.

Prüfe rechtzeitig, ob und wo du Rechte verändern musst – insbesondere in regulierten oder stark kontrollierten Umgebungen.

6. Brauchst du Unterstützung von deiner Salesforce-Admin?

Bist du Pardot-Admin ohne vollen Zugriff auf Salesforce (oder umgekehrt), solltest du frühzeitig dein Salesforce-Team einbinden. Viele Funktionen erfordern Kenntnisse in tiefergehender Salesforce-Konfiguration oder -Berechtigungen.

Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit bei Themen wie Custom Objects, Account-Strukturen oder Layout-Anpassungen.

7. Muss Salesforce Support aktiv werden?

In den meisten Fällen musst du heute keinen Support-Ticket mehr erstellen, um neue Funktionen zu erhalten. Abhängig von deiner Edition oder Account-Historie kann es aber sein, dass du doch Hilfe brauchst. Berücksichtige dann bitte auch Antwortzeiten und mögliche Terminkonflikte.

8. Gibt es bekannte Fallstricke?

Selbst gut dokumentierte Features haben manchmal ihre Tücken – zum Beispiel kleine Änderungen im Datenverhalten, ungewohnte Abläufe oder temporäre Einschränkungen.

So schützt du dich am besten:

  • Grabe dich durch die offizielle Doku – insbesondere Hinweise zu bekannten Problemen
  • Schau dir Blogbeiträge und Guides der Community an
  • Teste zuerst in einer Sandbox-Umgebung

Wenn du diese Stolpersteine frühzeitig erkennst, schützt du dich vor größeren Problemen während der Einführung.

9. Verändert sich die Nutzererfahrung?

Denk darüber nach, was sich für Nutzer konkret ändert: Sehen sie andere Screens? Müssen sie neue Wege klicken? Schon kleine UI-Anpassungen können für Verwirrung sorgen.

Hilfreich kann ein angepasstes Seitenlayout oder ein Vorher-Nachher-Vergleich sein – gerade bei grundlegenden Änderungen.

Salesforce Pardot Account Engagement settings page showing operational emails configuration

10. Wie hoch ist der Trainingsbedarf?

Sogar intuitive Funktionen können Produktivität bremsen, wenn Training vernachlässigt wird. Frag dich vor dem Go-live:

  • Wer muss geschult werden?
  • Wie steil ist die Lernkurve?
  • Brauchst du Doku, Videos oder Live-Sessions?

Training ist oft der größte versteckte Aufwand – und gleichzeitig der größte Erfolgsfaktor für einen gelungenen Rollout.

11. Wie passt das in deinen Kampagnenkalender?

Und zum Schluss: Timing ist alles. Aktivier neue Features nicht direkt vor oder während deiner wichtigsten Kampagnen. Du willst sicher keine unerwarteten Probleme während eines Produktlaunches oder Quartals-Highlights.

Gleiche deinen Implementierungsplan deshalb mit deinem Kampagnenkalender ab – bevor es losgeht.

Fazit

Salesforce bringt jedes Jahr eine Vielzahl an neuen Features für Account Engagement (Pardot) – aber wie gut du davon profitierst, hängt weniger von der Anzahl, sondern von der richtigen Umsetzung ab. Diese 11 Fragen helfen dir, Funktionen nach Business-Nutzen, Teamkapazität und Aufwand zu priorisieren.

Wenn du strukturiert und mit Plan vorgehst, investierst du nicht nur in neue Tools – sondern in nachhaltigen, skalierbaren Marketingerfolg.

Brauchst du Unterstützung bei deiner nächsten Pardot-Einführung? Meld dich bei uns und lass uns über deine Ziele sprechen.

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